Kleintiergesundheit
Hier finden Sie alle Pressemeldungen sowie das Bildmaterial zur Initiative Kleintiergesundheit.
BfT Special
Hier finden Sie alle Ausgaben des BfT Special.
Archiv Pressemitteilungen
Hier finden Sie unser Archiv der Pressemitteilungen aus den Jahren 2007 und früher.
Gesundheitsvorsorge für den Familienzuwachs auf vier Pfoten
Bonn, 17.02.2011 - Hundewelpen sind ja "sooo" süß. Sie sind in den ersten Wochen aber auch sehr anfällig gegenüber Krankheiten. So haben jetzt beispielsweise Viren und Parasiten leichtes Spiel. Der Tierhalter muss sich deshalb in dieser Phase besonders um die Gesundheit der Welpen kümmern. Mit einem kleinen "Pieks" zur rechten Zeit lässt sich vieles regeln.
Impfungen im Welpenalter sind der Grundstein für ein langes und gesundes Hundeleben. Praktisch alle wichtigen Infektionskrankheiten lassen sich durch Impfung verhindern. Besonders wichtig ist dabei die sachgemäße Grundimmunisierung im ersten Lebensjahr. Als zwingend gelten Impfungen gegen ansteckende Leberentzündung, Leptospirose, Parvovirose, Staupe und Tollwut. Die Erstimpfung nimmt der Tierarzt in der 8. Lebenswoche (außer Tollwut) vor. Danach sind noch drei weitere Impfungen in der 12. und 16. Lebenswoche sowie im 15. Lebensmonat notwendig, denen auch der Tollwutimpfstoff zugefügt werden kann. Dann ist die Grundimmunisierung abgeschlossen. Mit regelmäßigen Wiederholungsimpfungen ist das Rundum-Sorglos-Paket für ein ganzes Hundeleben geschnürt. Je nach Gefährdungsgrad kann auch eine Impfung gegen Zwingerhusten oder Borreliose sinnvoll sein.
Nur noch die Hälfte aller deutschen Hunde verfügt allerdings über einen ausreichenden Impfschutz. Eine gefährliche Entwicklung, denn in jeder Tierpopulation sollten mindestens 70 Prozent der Tiere gegen die wichtigsten Infektionskrankheiten geimpft sein, damit diese sich nicht zu einer Epidemie ausweiten können und damit auch den Einzeltierschutz gefährden.
Nur gesunde Welpen dürfen geimpft werden. Da gerade in den ersten Wochen die Gefahr durch Wurmbefall sehr groß ist, sollte mindestens zehn Tage vor der Impfung eine Entwurmung durchgeführt werden. Jungtiere sind besonders von Spulwürmern sowie Hakenwürmern betroffen. Ein Befall kann zu Entwicklungsstörungen wie struppigem Fell, Abmagerung, getrübten Augen oder Durchfall führen. Bei starkem Hakenwurmbefall kann sich eine lebensbedrohende Anämie (Blutarmut) entwickeln. Neugeborene Welpen erhalten ihre erste Wurmkur möglichst ab der zweiten Lebenswoche. Solange die Welpen gesäugt werden, sollten sie alle zwei Wochen zusammen mit der Hündin entwurmt werden. Danach werden lebenslang mindestens vier Entwurmungen pro Jahr empfohlen.
Abdruck Text und Foto honorarfrei bei Quellenangabe
Pressekontakt:
Bundesverband für Tiergesundheit e.V., Dr. Martin Schneidereit
Schwertberger Straße 14, 53177 Bonn, Tel. 0228/31 82 96, bft@bft-online.de





