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Schutz für ein ganzes Katzenleben

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Foto: BfT/Klostermann

Bonn - Katzen sind Individualisten mit eigenen Ansprüchen. Dafür werden sie geliebt. Mehr als acht Millionen Taschentiger sind deshalb in deutschen Haushalten zu Hause. Die Katze ist damit - noch weit vor dem Hund - das beliebteste Haustier in unserem Land.

 

Auch wenn keine Katze wie die andere ist, haben sie doch eines gemeinsam. Ihre Gesundheit wird ein Leben lang von katzentypischen Krankheiten bedroht. Welche Krankheiten wann auftreten, hängt unter anderem vom Alter der Tiere ab, aber auch von den Haltungsbedingungen. Katzen mit Freilauf sind in der Regel stärker gefährdet als Tiere, die nur in der Wohnung gehalten werden. Wichtig ist deshalb eine Gesundheitsvorsorge nach Maß.

 

Im zarten Welpenalter müssen die Kätzchen vor allem vor Infektionskrankheiten wie Katzenschnupfen, Katzenseuche, Leukose oder Tollwut geschützt werden. Der modernen Tiermedizin ist es hervorragend gelungen, gerade diesen bedrohlichen Angriffen auf die Katzengesundheit wirksame Abwehrinstrumente entgegen zu setzen. Mit der regelmäßigen Impfung ist heute gegen nahezu jede Infektionskrankheit ein Schutz gewährleistet. Jungen Kätzchen können aber auch Darmparasiten gefährlich werden. Wurmkuren mit sehr gut wirkenden Mitteln sind bereits ab der 3. Lebenswoche möglich und sinnvoll.

 

Katzen, die ihrer Kinderstube entwachsen sind, erscheinen robuster und weniger krankheitsanfällig als Welpen. Doch auch während ihrer aktiven Phase müssen Katzen vor Krankheiten geschützt werden, Freigänger eher mehr als reine Wohnungskatzen. So stellen Infektionskrankheiten nach wie vor eine Gefährdung dar, auch wenn die Welpen vorschriftsmäßig geimpft wurden. Wiederholungsimpfungen sind deshalb unverzichtbar. Gegen welche Krankheit und in welchem Turnus der Impfschutz aufgefrischt werden sollte, darüber kann der Tierarzt Auskunft geben.

 

Auch Wurmkuren sollten das Tier ein Leben lang begleiten. Im Erwachsenenalter sind es vor allem Spulwürmer und verschiedene Bandwurmarten, die ein hohes Gefährdungspotential darstellen. Dazu zählt beispielsweise der Gurkenkernbandwurm, der durch Flöhe übertragen wird. Selbst Tiere, die einzeln im Haus gehalten werden und kontrollierten oder gar keinen Auslauf haben, können sich mit Würmern infizieren. Bei besonders gefährdeten Tieren sollte man Wurmkuren monatlich durchführen. Kann das individuelle Risiko eines Tieres nicht eingeordnet werden, sind mindestens vier Behandlungen pro Jahr zu empfehlen. Eine regelmäßige Flohprophylaxe hilft ebenfalls, das Übertragungsrisiko zu mindern.

 

Mit zunehmenden Lebensjahren tauchen im Leben einer Katze andere, häufig altersbedingte Krankheiten, auf. Betroffen sind meist die inneren Organe wie Herz, Nieren oder Schilddrüse sowie die Gelenke. Auch wenn sich diese Erkrankungen nicht verhindern oder gänzlich ausheilen lassen, stehen doch sehr viele Therapien zur Verfügung, die das Leben eines kranken Tieres deutlich erleichtern und die Lebenserwartung verbessern können. Tierärzte empfehlen, etwa ab dem 7. Lebensjahr, mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen zu beginnen. Denn je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto größer ist die Chance auf Heilung.

 

Pressekontakt:

Bundesverband für Tiergesundheit e.V., Dr. Martin Schneidereit

Tel. 0228/31 82 96, bft@bft-online.de