Kontakt | Sitemap | Suche | Impressum

Kleintiergesundheit

Hier finden Sie alle Pressemeldungen sowie das Bildmaterial zur Initiative Kleintiergesundheit. 

BfT Special

Hier finden Sie alle Ausgaben des BfT Special.

Archiv Pressemitteilungen

Hier finden Sie unser Archiv der Pressemitteilungen aus den Jahren 2007 und früher.

Ein Hund ist nicht gern allein

Für Böllerschüsse und Neujahrsraketen sind die empfindlichen Ohren des Hundes nicht gemacht. Foto: Klostermann/BfT

Bonn, 14.12.2010 - Auch wenn Sie Ihren Hund ganz „doll“ lieb haben und mit ihm das neue Jahr gemeinsam begrüßen möchten – lassen Sie ihn beim Silvesterfeuerwerk besser im Haus. Für Böllerschüsse und Neujahrsraketen sind seine empfindlichen Ohren nicht gemacht. Hunde reagieren auf übermäßigen Lärm ängstlich und suchen das Weite. Normalerweise legt sich diese Angst wieder, wenn Ruhe eingekehrt ist.

Es gibt aber Situationen im Leben eines Hundes, die tiefgreifende Verhaltensänderungen verursachen können. Viele Hunde leiden beispielsweise unter Trennungsangst. Sie ist die am weitesten verbreitete Form der Angststörung. Hunde sind Gruppentiere und daher natürlicherweise nicht gern alleine. Eine vertretbare Zeit sollten sie es jedoch ohne Herrchen oder Frauchen aushalten können. Zerfetzte Gegenstände oder in der Wohnung abgesetzter Urin sind deshalb Alarmzeichen. War der Hund einfach nur zu lange sich selbst überlassen, musste das Kissen aus Langeweile dran glauben? Oder ist er grundsätzlich unfähig, selbst wenige Minuten allein zu sein? Im zweiten Fall benötigt der Hund möglicherweise die professionelle Hilfe eines Hundetherapeuten.

Auch der Umzug in eine neue Wohnung, Familienzuwachs oder Reisen sowie der Aufenthalt in einer Tierpension können zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Aggressive Verhaltensstörungen entstehen meist dann, wenn die Machtverhältnisse innerhalb des Rudels "Familie" nicht geklärt sind. Gestresste oder ängstliche Hunde können auch scheinbar sinnlose Verhaltensmuster an den Tag legen. Beißen sie etwa wahllos in beliebige Objekte, attackieren sich sogar selbst oder bellen pausenlos ohne ersichtlichen Grund, besteht Handlungsbedarf.

Auch Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, exzessives Putzverhalten, Hecheln und Speicheln sowie ein verminderter Spieltrieb sind ernstzunehmende Verhaltensstörungen, die auf Dauer sogar zu massiven Organerkrankungen führen können.

In jedem dieser Fälle ist der Hund auf Hilfe angewiesen. Zeit und Geduld sowie ein intensives Verhaltenstraining sind die beste Medizin. Der Tierarzt kann bei Bedarf mit speziellen Produkten den Heilungsverlauf unterstützen.

Abdruck Text und Foto honorarfrei bei Quellenangabe

Pressekontakt:

Bundesverband für Tiergesundheit e.V., Dr. Martin Schneidereit Schwertberger Straße 14, 53177 Bonn, Tel. 0228/31 82 96, bft@bft-online.de

 
Letzte Änderung: 14.12.10