25.06.2014

Auch Katzen können am Herz erkranken

Katzen zeigen keine eindeutigen Symptome, wenn das Herz nicht mehr richtig schlägt.

Herzerkrankungen kommen auch bei Katzen vor, sind aber nicht einfach zu diagnostizieren, weil die Symptome häufig kaum zu deuten sind. Ein typisches Verhalten ist beispielsweise, dass sie sich in dunkle Ecken zurückziehen. Auch zunehmend aggressive Reaktionen oder ein ängstlicher Gesichtsausdruck (Maulatmung) können auf eine Herzerkrankung hinweisen. Auch zeigen herzkranke Katzen häufig eine erschwerte Atmung, aber keinen Husten. Genauso gut kann es sein, dass selbst schwer kranke Katzen überhaupt keine Symptome zeigen. Entscheidende Hinweise gibt die Herzfrequenz, die 260 Schläge pro Minute auf keinen Fall übersteigen sollte. Ab dann spricht der Tierarzt von einer bedrohlichen Herzinsuffizienz.

Am häufigsten erkranken Katzen an einer Verdickung der Herzmuskulatur (hypertrophe Kardiomyopathie). Es scheint so, dass weibliche Katzen weniger häufig betroffen sind als männliche und Langhaarkatzen seltener als Kurzhaarkatzen. Die krankhafte Erweiterung der Herzkammer (dilatative Kardiomyopathie) spielt dagegen aufgrund verbesserter und ausreichend mit Taurin ergänzter Katzennahrung keine so große Rolle mehr wie früher. Katzen können Taurin im Gegensatz zu anderen Tierarten und dem Menschen nur in geringen Mengen selbst produzieren.

Auch andere Heimtiere können am Herzen erkranken. Gerade bei älteren Frettchen kann es zu einer Herzmuskelschwäche kommen. Symptome dieser Krankheit sind auch hier Hustenanfälle, die allerdings meistens in der Nacht auftreten und nur selten wahrgenommen werden. Wenn das Tier nicht im Haus gehalten wird, wird die Krankheit meist erst recht spät erkannt. Legt sich ein Frettchen mitten während des Spielens plötzlich flach auf den Boden und atmet pumpend, kann das auf eine herzbedingte Leistungsschwäche hindeuten. Beides sind ernst zu nehmende Symptome, ein Tierarztbesuch ist unvermeidlich, ja lebensrettend.

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Dr. Sabine Schüller
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