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Stabiler Handlungsrahmen auf wissenschaftlicher Basis erforderlin

Hoher Standard.
Hunde- und Katzenhalter sorgen sich um die Gesundheit ihrer Tiere. Die Zuwächse im Kleintiersegment spiegeln das wider.

Bundesverband für Tiergesundheit e. V. (BfT) präsentiert Marktzahlen 2017 – Antibiotikasegment stagniert, krankheitsvorbeugende Gesundheitsstrategien wachsen

Der Tierarzneimittelmarkt 2017 entwickelte sich mit einem Wachstum von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zufriedenstellend. Wesentlicher Treiber war die positive Entwicklung im Kleintiersegment. „Wir sehen aber auch eine positive Entwicklung des Impfstoffsegments im Nutztierbereich“, erläuterte die BfT-Geschäftsführerin Dr. Sabine Schüller im Rahmen der diesjährigen 32. Mitgliederversammlung in Potsdam. Dies deute darauf hin, dass die Umsetzung krankheitsvorbeugender Maßnahmen und ein intensiveres Tiergesundheitsmanagement in der Praxis angekommen sei.

Der Tierarzneimittelmarkt Deutschland belief sich 2017 auf 811 Mio. Euro. Das stärkste Wachstum wurde bei den sogenannten Spezialitäten erzielt. Zu verzeichnen sind diese Zuwächse im Kleintiersegment, und hier vor allem bei Produkten für Hautbehandlungen und bei der Versorgung geriatrischer Patienten. Das Antiinfektivasegment dagegen stagniert weiter, was insbesondere auf die Reduktion der Anwendung von Antibiotika bei Nutztieren zurückzuführen ist. Der Anteil Hobbytier am Gesamtumsatz macht derzeit 53 Prozent aus.

Eine Zeit der Herausforderungen

Der Fokus der Verbandsarbeit lag im zurückliegenden Jahr in der Diskussion der regulatorischen Rahmenbedingungen. “Es ist von großer Bedeutung, dass künftige Entscheidungen wissensbasiert und in einem stabilen gesetzgeberischen Umfeld gefunden werden“, führte der BfT-Vorsitzende Jörg Hannemann aus. Als besondere Herausforderung beurteilte er den Brexit und die sich daraus ergebenden Veränderungen für die Tiergesundheitsindustrie, wie beispielsweise den Standortwechsel der Europäischen Arzneimittelagentur, die zukünftig in Amsterdam angesiedelt sein soll. „Der Umzug fällt in eine schwierige Phase“, sagte Hannemann, weil er mit der Implementierung der Regelungen der neuen europäischen Tierarzneimittelverordnung zusammenfalle.

Die Hoffnung der Tiergesundheitsindustrie liegt auf einer weiter positiven Entwicklung des Hobbytiersegmentes und stabilen internationalen Märkten. Der BfT sieht Chancen, dass die Industrie mit der Novellierung der europäischen Tierarzneimittelverordnung eine bessere Versorgung mit Tierarzneimitteln unterstützen kann, um die Tiergesundheit weiter abzusichern.

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