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One Health: from Vision to Action

Lösungen für die Umsetzung des „One Health“ Konzeptes und einen schnelleren Marktzugang für Innovationen sowie therapeutische Optionen standen im Fokus der Jahreskonferenz des europäischen Tiergesundheitsverbandes, AnimalhealthEurope.

Bonn/Brüssel, 12.10.2017 -  Ziel der diesjährigen AnimalhealthEurope-Jahreskonferenz war, zu erkunden, womit der „One Health“ Gedanke realisiert werden kann. Als zentrale Plattform für die Tierarzneimittelindustrie stellt der „One Health“ Ansatz die Lebensqualität von Mensch und Tier in den Vordergrund. Grundlegende Annahme ist dabei, dass gesündere Tiere zur Gesundheit des Menschen und zu einem intakten Planeten beitragen. 

Unter dem Titel "One Health: more than a buzzword? Animal health for society from vision to action“ diskutierten am 12. Oktober in Brüssel rund 120 Teilnehmer aus Industrie, EU-Institutionen, Universitäten, Veterinär- und Gesundheitsbehörden und versuchten greifbare Schritte zu definieren, um das „One Health“-Konzept noch besser umzusetzen.  

Vertreter der Europäischen Kommission umrissen die Politik der EU im Bereich „One Health“ und ihre Erfolge im Bereich der Seuchenbekämpfung. Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) verdeutlichte die Rolle der Tiergesundheit in den „One Health“-Wechselbeziehungen von Tier, Mensch und Umwelt und sah die weitere Zusammenarbeit aller Partner auf europäischer und globaler Ebene als unverzichtbar an, um gut auf Krankheitsausbrüche und deren Kontrolle vorbereitet zu sein.

Mehrere Fallstudien veranschaulichten, wie bedeutend gesunde Tiere für die Lebensmittelsicherheit und die nachhaltige Nahrungsmittelproduktion sind und welche sozialen Aufgaben Tiere heute wahrnehmen.

AranLIFE, ein von der EU finanziertes Projekt, hob die Rolle gesunder Tiere bei der Erhaltung der Biodiversität und Kulturlandschaft hervor und wie dies die lokale Wirtschaft unterstützt.

"Menschen zählen darauf, dass die Tierarzneimittelindustrie Tiere gesund erhält und zu ihrem Wohlergehen beiträgt. Darum sind Innovationen bei Pharmazeutika und Impfstoffen besonders wichtig. Und dies nicht nur für eine nachhaltige Landwirtschaft in Europa, sondern für die Gesellschaft als Ganzes. „One Health“ ist viel mehr als eine eindimensionale Krankheitsbekämpfung", erklärte Wijnand de Bruijn, Präsident von AnimalhealthEurope.

Als stellvertretende Vorsitzende des europäischen Verbandes sprach BfT-Geschäftsführerin Sabine Schüller über die Bedürfnisse der Industrie, um auch weiterhin innovative Lösungen für die Tiergesundheit in ganz Europa bereit stellen zu können. Sie forderte einen zukunftssicheren Rechtsrahmen, der die Verfahren rationalisiert, unnötige Bürokratie reduziert und F&E-Investitionen fördert, um eine breitere Verfügbarkeit von therapeutischen Optionen anbieten zu können. Frau Schüller betonte auch die Notwendigkeit verstärkter Grundlagenforschung und struktureller Maßnahmen zur Forschungsförderung, wie z.B. ein gutes Forschungsnetzwerk oder öffentlich-private Kooperationen.

Vertreter der Generaldirektionen (GD) Gesundheit und Landwirtschaft erläuterten die Initiativen der Europäischen Kommission zur Unterstützung der „One Health“ Vision. Christian Siebert, Referatsleiter Veterinärmedizin, GD Gesundheit, skizzierte die Anreize für Innovationen im Bereich Antibiotika sowie Initiativen zur Verbesserung der Verfügbarkeit von Arzneimitteln und der beschleunigten Zulassung neuer Impfstoffe. Er berichtete auch über die Fortschritte bei der Überprüfung der EU Gesetzgebung zu Tierarzneimitteln und Arzneifuttermitteln. Jean-Charles Cavitte, Policy Officer Forschung, GD Landwirtschaft erläuterte, wie Forschung und Innovation im Hinblick auf „One Health“ gefördert werden soll und gab Einblicke in das nächste Forschungsprogramm nach „Horizon 2020“.

Die Generalsekretärin von AnimalhealthEurope Roxane Feller rundet die Konferenz mit folgender Aussage ab: „Heute haben wir mit den verschiedensten Partnern über die Chancen und Herausforderungen der „One-Health“ Vision diskutiert. Als Partner sektorübergreifend zusammenzuarbeiten, in dem jeder Sektor seine Stärken und Kenntnisse einsetzt, ermöglicht uns die optimale Gesundheit und das Wohlbefinden aller Realität werden zu lassen". Die Konferenz war Teil der Jahresveranstaltung des europäischen Tiergesundheitsverbandes, der 2017 sein 30-jähriges Jubiläum begeht und mit neuem Namen „AnimalhealthEurope“ deutlicher auf seine Aufgaben und Ziele hinweisen will. 

Das vollständige Konferenzprogramm finden Sie hier: animalhealtheurope.eu/events/8-onehealth-conf.html

Weitere Informationen zur Konferenz: Clare Carlisle, Public Relations Manager, c.carlisle@animalhealtheurope.eu - +32 474 388711 

 

Hinweise für die Redaktion

• AnimalhealthEurope vertritt die Hersteller von Tierarzneimitteln, Impfstoffen und anderen Tiergesundheitsprodukten. Der Verband repräsentiert Unternehmen und die nationalen Tiergesundheitsverbände in Europa. Diese Verbände umfassen sowohl mittelständische Unternehmen als auch internationale Unternehmen. Die Mitglieder decken 90% des Europäischen Tierarzneimittelmarktes ab. Die Organisation bemüht sich um ein größeres Verständnis des Beitrages der  Tiergesundheitsindustrie und stellt sicher, dass die Interessen ausgewogen zu den Verbraucherinteressen sind und erkennt die gegenseitige Abhängigkeit von Mensch und Tier im Hobbytier- wie im Nutztiersektor an.

• Der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) vertritt die führenden Hersteller von Tierarzneimitteln (Pharmazeutika und Biologika), Diagnostika und Futterzusatzstoffen in Deutschland. Die 22 Mitgliedsunternehmen sind in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung dieser Produkte aktiv und repräsentieren dabei mehr als 95 % des deutschen Marktes. Der BfT ist korporatives Mitglied im Verband der Chemischen Industrie (VCI), im Weltverband der Tiergesundheitsindustrie (HealthforAnimals) und im europäischen Verband der Tiergesundheitsindustrie (AnimalhealthEurope).

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Weitere Informationen erteilt der Bundesverband für Tiergesundheit,

Dr. Sabine Schüller, Schwertberger Str. 14, 53177 Bonn, 

Tel. 0228 / 31 82 96, E-Mail bft@bft-online.de, www.bft-online.de

 

Quellen:

AnimalhealthEurope ‘One Health: from Vision to Action’, 2017

www.ifaheurope.org/resources/13:ne-health-from-vision-to-action.html