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16.11.2004

„Nur gesunde Tiere garantieren sichere Lebensmittel“

Tierarzneimittelhersteller setzen sich für verantwortungsbewussten Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung ein

Berlin, 16. November 2004 - „Für die Gesundheit und das Wohlergehen der Lebensmittel liefernden Tiere und zum Schutz der Verbraucher sind Antibiotika unverzichtbar.“ Das betonte Dr. Martin Schneidereit, Sprecher des Bundesverbandes für Tiergesundheit (BfT), als Reaktion auf die Äußerungen von Staatsekretär Alexander Müller anlässlich des vom Bundesamt für Verbraucherschutz organisierten Symposiums „Risikomanagement zur Begrenzung von Antibiotikaresistenzen“ am 15. und 16. November 2004 in Berlin.

Schneidereit legte dar: „Der verantwortungsvolle Umgang mit Antibiotika in der Tiermedizin ist nur durch den bestimmungsgemäßen Einsatz der Produkte möglich. Dazu wurden Leitlinien entwickelt, die von allen beteiligten Partnern – den Herstellern, Tierärzten und Überwachungsbehörden – anerkannt und erfolgreich in die Praxis umgesetzt wurden.“ Staatssekretär Müller stellte in seinem Beitrag zur Debatte, ob die Ausbreitung von Resistenzen durch Anwendungsbeschränkungen begrenzt werden könne.

Zahlreiche gesetzliche Regelungen geben bereits heute einen strikten Handlungsrahmen vor und gewährleisten die Überprüfbarkeit der sachverständigen Anwendung. Die Anwendung bei Tieren, die zur Gewinnung von Lebensmitteln genutzt werden, wird umfassend dokumentiert und unterliegt behördlichen Kontrollen. Auch in den nachgelagerten Bereichen der Lebensmittelkette wird ihre ordnungsgemäße Anwendung und die Einhaltung der entsprechenden Wartezeiten überprüft, so Schneidereit. Der Einsatz dieser Arzneimittel ist nur durch den Tierarzt selbst oder nach seiner Anweisung und unter seiner Aufsicht erlaubt. Verbote oder weitere Einschränkungen sind deshalb aus Sicht der Hersteller nicht erforderlich.

Der Bundesverband für Tiergesundheit untersucht in einem eigenen Programm die aktuelle Resistenzlage und erwartet in Kürze erste Ergebnisse, die veröffentlicht werden sollen. Außerdem unterstützen die im Verband vertretenen international tätigen Firmen ein europaweites Monitoring-Programm zur Untersuchung der Resistenzlage bei Keimen, die auch beim Menschen Krankheiten auslösen können.

Das Ziel aller Bemühungen ist es, durch verantwortlichen und sachgemäßen Einsatz die Wirksamkeit von Antibiotika sowohl beim Menschen als auch bei Tieren dauerhaft zu gewährleisten. Aufgrund der weltweit bekannten wissenschaftlichen Erkenntnisse sind die vom Bundesverband für Tiergesundheit vertretenen Tierarzneimittelhersteller überzeugt, dass der Einsatz von Antibiotika für den Verbraucher sicher ist.

Schneidereit: „Ich bin zuversichtlich, dass auch künftig alle Entscheidungen zum sachgemäßen und verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika gemeinsam mit den Behörden auf der Basis einer Risikobewertung, also auf der Grundlage wissenschaftlich gesicherter Fakten, getroffen werden.“

Eine Aufgabe sieht der Verband darin, in der Praxis das Bewusstsein und das Verständnis für den verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika bei allen Beteiligten weiter zu fördern und die bestehenden Empfehlungen und Leitlinien auf der Basis neuer Erkenntnisse in Zusammenarbeit zwischen staatlichen Behörden, den praktischen Tierärzten, den Tierhaltern und der pharmazeutischen Industrie weiter zu entwickeln.

„Für ein professionelles Management in der landwirtschaftlichen Tierhaltung ist der Einsatz von Antibiotika im Krankheitsfall auch zum Schutz der Verbraucher unverzichtbar. Dies geschehe unter strengster Kontrolle von Tierärzten. „Nur gesunde Tiere garantieren sichere Nahrung“ betonte Schneidereit.

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Weitere Informationen:
Bundesverband für Tiergesundheit e.V.
Dr. Sabine Schüller,
E-Mail bft@bft-online.de