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Wurmfrei durchs Jahr

Abb.: BfT / Peter Prohn

Reiter wollen gesunde Pferde. Parasitenbekämpfung ist deshalb eine unverzichtbare Maßnahme. Und dazu gehört auch das richtige Entwurmen zum passenden Zeitpunkt. Welche Würmer sind dabei von Bedeutung und welche Termine sollten Sie sich für das Jahr vormerken? Die Antworten auf diese Fragen sind hier zusammengestellt.

Trio infernale: Rundwürmer, Bandwürmer, Magendasseln

Es sind und bleiben die üblichen Verdächtigen: Rundwürmer, wie beispielsweise Palisadenwürmer, Spulwürmer oder Zwergfadenwürmer sowie Bandwürmer und Magendasseln. Die Unterteilung in diese Großgruppen ist wichtig, um das richtige Produkt mit dem passenden Wirkstoff auszuwählen und den richtigen Entwurmungszeitpunkt festzulegen.

Rundwürmern begegnet man auf Schritt und Tritt, in wenig hygienischen Verhältnissen fühlen sie sich besonders Wohl. Deshalb ist es wichtig, täglich den Kot im Stall und Paddock, aber auch auf der Koppel zu beseitigen. Die kleinen Strongyliden, auch kleine Palisadenwürmer genannt, sind die aktuell häufigsten Parasiten. Achtung: Im Sommerhalbjahr ist die Infektion über das Weidegras besonders hoch.

In bis zu einem Drittel der Pferdebestände kommen laut wissenschaftlichen Untersuchungen Bandwürmer vor. Diese Parasiten leben im Übergangsbereich zwischen Dünndarm und Dickdarm und können zum Darmverschluss mit schwersten Koliken führen. Deshalb gilt hier: regelmäßig bekämpfen.

Magendasseln sind ein nur kurzzeitiges, saisonales Problem im Spätsommer. Einen Befall erkennt man an den gelben Eiern, die vor allem an den Vorderbeinen und auf der Mähne haften. Die Larven der Magendasseln werden durch Benagen dieser Stellen oder über die Haut aufgenommen und nisten sich auf der Schleimhaut des Magens ein, können diese schädigen und bei massenhaftem Befall zu Magengeschwüren führen.

Welche Parasiten womit bekämpfen?

Es gibt viele Tierarzneimittel. Um das Richtige anzuwenden, sollte auf jeden Fall der Tierarzt miteinbezogen werden. Bandwürmer sollten ein- bis zweimal im Jahr bekämpft werden, bewährt hat sich der Wirkstoff Praziquantel. Gegen Magendasseln können die beiden Wirkstoffe Ivermectin und Moxidectin eingesetzt werden. Etwas komplizierter ist die Situation bei den Rundwürmern. Hier gibt es zwar die größte Zahl geeigneter Wirkstoffe, dennoch kann es zu Resistenzen kommen. Die Wirkstoffe sind die zur Gruppe der Benzimidazole gehörenden Wirkstoffe Fenbendazol und Mebendazol, das Pyrantel und die zur Gruppe der sogenannten Avermectine gehörenden Substanzen Ivermectin und Moxidectin. Die Entwurmung wirkt grundsätzlich nicht vorbeugend, sondern bekämpft immer nur die bereits im Pferd vorhandenen Würmer und teilweise auch deren Entwicklungsstadien. Sie verringert damit die Infektionsgefahr im Bestand, bietet aber keinen Schutz vor Neuansteckung. Die Resistenzsituation sollte gelegentlich überprüft werden. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die kleinen Strongyliden. Ein bei korrekt durchgeführter Behandlung Hinweise lieferndes  Mittel dafür sind Kotuntersuchungen. Sie geben einerseits Anhaltspunkte, etwa zum aktuellen Verwurmungsgrad einzelner Pferde. Darüber hinaus kann eine zweite Kotuntersuchung nach der Entwurmung den Erfolg der Behandlung dokumentieren. Einschränkend gilt, dass eine negative Kotprobe nicht immer ein Beleg für einen geringeren Befall ist. Wurmeier werden nämlich teilweise intermittierend (d.h. nicht kontinuierlich) ausgeschieden. Auch werden frühe Entwicklungsstadien häufig nicht mit erfasst.

Checkliste 2018: Wann entwurmen?

Für erwachsene Reitpferde (in der zweiten Folge dieser dreiteiligen Serie gehen wir auf die speziellen Erfordernisse von Zuchtstuten, Fohlen und Jungpferden ein) sollte man sich folgende Termine in seinem Kalender vormerken.

FEBRUAR – MÄRZ: Ende Februar / Anfang März empfiehlt sich ein gedanklicher Rückblick: Wann wurde mein Pferd zuletzt entwurmt – und mit welchem Wirkstoff? Wenn das im Spätherbst, Ende Oktober bis Anfang Dezember der Fall war und man sicher ist, zu diesem Zeitpunkt nicht nur Rundwürmer, sondern auch Bandwürmer und Magendasseln bekämpft zu haben, kann man sich in den meisten Fällen entspannt zurücklehnen und muss bis zum Beginn der Weidesaison nicht unbedingt etwas unternehmen. Es sei denn, ein Pferd weckt durch Gewichtsverlust, stumpfes Fell, Durchfall, Fieber oder Koliken den Verdacht, dass es an einem Parasitenbefall leiden könnte. Dann muss der Tierarzt unbedingt sofort benachrichtigt werden.

Liegt die letzte Entwurmung länger zurück, so ist jetzt der richtige Zeitpunkt, das nachzuholen. Es sollten in jedem Fall alle Parasiten, also Rundwürmer, Bandwürmer und Magendasseln behandelt werden.

Auch bei gesund und fit wirkenden Pferden schadet es nicht, sich mit einer Kotuntersuchung Klarheit zu schaffen. Scheidet das Pferd keine oder nur geringe Mengen an Parasiteneiern aus, deutet das daraufhin, dass das Entwurmungsregime in 2017 ganz offensichtlich richtig und erfolgreich war. Die Aussagekraft steigt mit wiederholten Beprobungen.

MAI: Für einen Teil der Pferde beginnt nun die Weidesaison. Steigende Tagestemperaturen und Feuchtigkeit durch Regen und Tau beschleunigen den Entwicklungszyklus der Parasiten (Kot – Ei – verschiedene Larvenstadien – infektiöse Larven). Über die mit dem Kot ausgeschiedenen Eier und verschiedenen Larvenstadien wächst so die Wurmbürde im frischen Gras. Die Gefahr, dass sich die Pferde immer schneller und in immer größerer Zahl mit infektiösen Larven infizieren, wächst. Das ist so lange gesundheitlich unbedenklich, wie die Gesamtzahl der Würmer im Pferd nicht überhandnimmt. Pferde können mit einer überschaubaren Parasitenmenge im Körper in der Regel gut fertig werden. Bei hoher Besatzdichte werden aber schnell kritische Werte erreicht. Der Pferdehalter kann das Infektionsgeschehen deutlich verlangsamen, wenn er den Kot täglich auf Koppel, Auslauf und Paddock absammelt. Dadurch wird der Infektionsdruck deutlich reduziert. Diese Maßnahme ist genauso wichtig wie die Entwurmung.

JUNI: Ende Juni sind die meisten Pferde seit sechs bis acht Wochen auf den Weiden und hatten somit reichlich Gelegenheit, sich mit Parasiten zu infizieren. Bevor die Belastung zu hoch wird, sollte jetzt entwurmt werden. Dazu sind prinzipiell alle Produkte mit gegen Rundwürmer wirksamen Wirkstoffen geeignet. Wer vorsichtig ist, achtet darauf, jetzt auch schon zum ersten Mal die Bandwürmer zu behandeln.

AUGUST: Das Gras auf den Weiden wird je nach Regenmenge allmählich knapper. Die Pferde fressen sich auf vielen Koppeln immer näher an die „Geilstellen“ heran und haben so immer mehr Kontakt zu ihrem Kot und damit zu den infektiösen Parasitenlarven. Jetzt ist eine Kotuntersuchung sinnvoll. So lässt sich ermitteln, welche Pferde schon hohe Eimengen im Kot ausscheiden. Wird der kritische Wert überschritten, müssen die Tiere unbedingt entwurmt werden. Zu diesem Termin sind Produkte mit den bereits genannten Wirkstoffen gegen Rundwürmer geeignet. Ob man Pferde, die nur wenige Wurmeier ausscheiden, nicht behandelt, ist eine Ermessensfrage. Statistisch ist es wahrscheinlich, dass solche Tiere auch weniger Parasiten in sich tragen, aber ganz sicher kann man nicht sein.

OKTOBER – NOVEMBER: Um diese Zeit endet für die meisten Pferde die Weidesaison, und damit die besonders infektionsreiche Zeit des Jahres. Pferde, die während des Winters regelmäßigen Weidegang haben, sind nur gering gefährdet. Bei niedrigen Temperaturen muss man mit deutlich weniger ansteckenden Wurmlarven auf der Koppel rechnen.

Der spätere Herbst ist die beste Zeit für ein „Großreinemachen“. Alle Pferde sollten jetzt gegen alle Würmer behandelt werden, unabhängig von den Ergebnissen möglicher Kotuntersuchungen. Die Wahl der richtigen Wirkstoffe ist jetzt entscheidend. Sie sollten sowohl Rundwürmer als auch Bandwürmer und Magendasseln erfassen.

Ergänzende Informationen zu diesem Thema

Welche Informationen liefern Kotuntersuchungen?

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Typen der Kotuntersuchung.

1.     Qualitative Untersuchung:

Sie gibt Hinweise darauf, ob und in welchem Grad (gering-, mittel- oder hochgradig) ein Pferd von bestimmten Parasiten befallen ist. Einschränkend gilt, dass ein evt. Wurmbefall bei frühen Entwicklungsstadien oder auch bei intermittierender (d.h. nicht kontinuierlicher) Eiausscheidung nicht erfasst wird. Man spricht dann von einem falsch-negativen Ergebnis.

2.     Semi-quantitative Kotuntersuchung

Hierbei wird die Zahl der Eier pro Gramm Kot (abgekürzt: EpG) ermittelt. Dadurch entsteht ein exakter Wert, der bei späteren Untersuchungen mit früheren Werten verglichen werden kann. In der Regel gelten 200 Eier pro Gramm Kot (abgekürzt: 200 EpG) als Grenzwert dafür, dass ein Pferd entwurmt werden muss. Stark verwurmte Pferde haben mitunter 800, 1.200 oder noch mehr Eier pro Gramm Kot. Eine Entwurmung ist dann ganz dringend erforderlich. Wichtig zu beachten: Der Grenzwert von 200 EpG gilt nur für kleine Strongyliden und auch nur für erwachsene Pferde. Bei Spulwürmern muss auch bei geringen Nachweisraten entwurmt werden. Im Falle eines Nachweises von Bandwürmern wird die Behandlung des gesamten Bestandes empfohlen.

Die Wirksamkeit des Entwurmungspräparates lässt sich durch eine zweifache Kotuntersuchung vor und nach der Entwurmung überprüfen. Das bedeutet: Man entwurmt das Pferd und hebt den Beipackzettel des Präparates auf, um sich später an den enthaltenen Wirkstoff zu erinnern. Am selben Tag entnimmt man Kot für eine Untersuchung mit der EpG-Methode. 14 Tage danach untersucht man erneut den Kot. Jetzt muss die EpG-Zahl um mindestens 90 % (bei den Wirkstoffen Ivermectin und Moxidectin um 95 %) gesunken sein. Dann ist der Wirkstoff bei diesem Pferd und allen Pferden, die mit ihm gemeinsam auf der Weide oder im Auslauf stehen, voll wirksam, und alles ist in Ordnung. Wenn nicht, besteht der Verdacht auf eine mangelnde Wirksamkeit. Aber Vorsicht: Nicht jeder ausbleibende Behandlungserfolg ist gleich eine Resistenz! Oft sind es einfache Anwendungsfehler, die zu solchen Ergebnissen führen, beispielsweise wenn das Gewicht des Pferdes falsch eingeschätzt und daher eine zu niedrige Dosis verabreicht wurde.

Was man über Resistenzen wissen sollte

Wenn Pferdehalter den Verdacht haben, ein Entwurmungspräparat habe bei ihren Pferden nicht oder nicht vollständig gewirkt, vermuten sie schnell eine Resistenzsituation. Oft wurde das Produkt aber einfach nur unterdosiert und konnte deshalb nicht richtig wirken. Die Praxis zeigt, dass das Gewicht der Pferde oftmals unterschätzt wird. Warmblüter zum Beispiel wiegen nach den eindeutigen Ergebnissen der Betreiber mobiler Pferdewaagen in der Mehrzahl 600 bis 700 Kilogramm, viele Norweger und Haflinger bringen es auf fast 500 Kilogramm, und sogar die kleinen Islandpferde liegen oft bei einem Gewicht von 350 bis 400 Kilogramm. Häufiger Fehler: Das Pferd spuckt - manchmal unbemerkt – einen Teil der Paste wieder aus. Dann muss unbedingt noch etwas Paste nachgegeben werden. Unterdosierung ist das Hauptrisiko für die Entwicklung von Resistenzen. Hinzukommt, dass manche Parasiten einen recht kurzen Entwicklungszyklus haben. Selbst wenn das Pferd also erfolgreich und vollwirksam entwurmt wurde, ist es völlig normal, dass nach einer bestimmten Zeit zum Beispiel wieder Wurmeier oder ganze Würmer im Kot zu finden sind.

Birgt die Entwurmung Risiken?

Jedes Entwurmungspräparat ist ein Arzneimittel, das einem behördlichen Zulassungsprozess unterliegt und exakt nach Vorgabe verabreicht werden muss. Für alle Produkte liegen Sicherheitsstudien vor, mit denen die Verträglichkeit belegt ist. Negativ kann dagegen eine mangelhafte Parasitenprophylaxe sein. Werden hochgradig verwurmte Pferde – endlich einmal wieder –  behandelt, sterben plötzlich große Mengen an Würmern zeitgleich ab. Dadurch können vergiftungsartige Magen-Darm-Symptome mit starken Koliken auftreten. Auch deshalb ist rechtzeitiges und regelmäßiges Entwurmen wichtig.

Und dennoch: In seltenen Fällen können individuelle Überempfindlichkeitsreaktionen entstehen, eine – wenn auch geringe Gefahr – birgt jede Medikamentengabe. Solche Reaktionen sollte man dem Tierarzt mitteilen. 

Diese Wirkstoffe stehen zur Verfügung

Gegen Bandwürmer: Praziquantel

Gegen Magendasseln: Ivermectin und Moxidectin (aus der Gruppe der Avermectine)

Gegen Rundwürmer: Fenbendazol und Mebendazol (aus der Gruppe der Benzimidazole), Pyrantel, Ivermectin und Moxidectin.



Hoher Sicherheitsstandard

Kaum Belastung.
Wirkstoffe aus Tierarzneimitteln sind sehr selten zu finden.

Kaum Funde in viehstarken Regionen – strenge Zulassungskriterien greifen

Der Einsatz von Tierarzneimitteln in der Veredlungsproduktion ist unerlässlich, um die Gesundheit der Tiere sicherzustellen und wirtschaftliche Verluste zu vermeiden. Über einen möglichen Eintrag der Stoffe in die Umwelt und ggf. auch das oberflächennahe Grundwasser wird immer wieder spekuliert. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass Wirkstoffe aus Tierarzneimitteln weitaus seltener dort zu finden sind als ursprünglich angenommen.

So wurden in einer Studie des Umweltbundesamtes und in Nachfolgestudien in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an 48 Standorten in viehdichten Regionen Proben untersucht. Die Standorte wurden entsprechend den ungünstigsten Rahmenbedingungen ausgewählt. Dies bedeutet, dass Regionen mit hohen Viehbesatzdichten, sowie entsprechend kritischen Böden (sandig, sorptionsschwach) und oberflächennahem Grundwasser in die Beprobung einbezogen wurden. In einigen Fällen wurden Sulfonamide in sehr niedrigen Konzentrationen nachgewiesen. Bei zwei Befunden in höherer Konzentration geht man nach weiterführenden Untersuchungen davon aus, dass diese aus humanmedizinischen Anwendungen stammen.

Auch für die in der Vergangenheit vereinzelt in den oberen Bodenschichten nachgewiesenen Tetrazykline wurden neue Daten vorgelegt. Eine Umverteilung von Rückständen in das Grundwasser wird aus Expertensicht als äußerst unwahrscheinlich angesehen, da die Wirkstoffe über die Zeit unter anderem zunehmend fester an die Bodenbestandteile gebunden werden.

Nicht unbedingt überraschend

„Die Ergebnisse überraschen nicht“, urteilt Dr. Christian Corsing, Vorsitzender der BfT-Arbeitsgruppe Umweltsicherheit. „Die nun vorgelegten Studien bestätigen Ergebnisse früherer Untersuchungen. Zudem werden neue Tierarzneimittel vor ihrer Zulassung nach den Kriterien Sicherheit, Wirksamkeit, Qualität und seit vielen Jahren auch auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft.“

Diese vier Kriterien sind zwingender Bestandteil des Zulassungsverfahrens. Je nach Indikation, Zieltierarten und voraussichtlicher Verabreichungsart durchläuft die Umweltsicherheitsprüfung mehrere Phasen, die wie ein Filtersystem unsichere Kandidaten eliminiert oder durch Risikomanagementmaßnahmen mögliche Einflüsse auf die Umwelt minimiert. Anders als bei Humanarzneimitteln kann eine negative Bewertung der Umweltverträglichkeit bei Tierarzneimitteln auch zur Versagung der Zulassung führen.

„Vor diesem Hintergrund ist ein umfassender Ansatz mit einer produktbezogenen Risikobewertung unter Berücksichtigung der Exposition und des Nutzens wichtig und keine rein substanzbezogene, „hazard“ orientierte Betrachtung,“ so Corsing.   

Den Beitrag finden Sie hier zum Download.

 

 



Tiergesundheitsindustrie veröffentlicht "Verpflichtungen und Maßnahmen bei Antibiotikaeinsatz"

HealthforAnimals, der Weltverband der Tiergesundheitsindustrie hat kürzlich eine Erklärung zu "Verpflichtungen und Maßnahmen bei Antibiotikaeinsatz" veröffentlicht. Es beschreibt fünf grundlegenden Prinzipien für die Verwendung von Antibiotika und wird von Organisationen unterstützt, die mehr als 200 Unternehmen und 700.000 Tierärzte weltweit vertreten. Lesen Sie mehr zu den fünf Möglichkeiten auf der Verbandswebseite https://www.healthforanimals.org/resources-and-events/resources/publications/167-animal-health-sector-commitments-and-actions-on-antibiotic-use.html

LINK zum Dokument: https://www.healthforanimals.org/component/attachments/attachments.html?id=293&task=download

 

   


Umfangreiches Regelwerk

Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung – ein Faktencheck

Die Zunahme antimikrobieller Resistenzen stellt das Gesundheitswesen vor eine große Herausforderung. Die Tiergesundheitsindustrie sieht es als wichtige Aufgabe an, Verantwortung wahrzunehmen und zur Kontrolle der Resistenzentwicklung beizutragen, um Antibiotika als effektives therapeutisches Mittel bei Mensch und Tier zu erhalten.

Eine pauschale Reduktion der Antibiotikaeinsatzmenge ist nicht gleichzusetzen mit einer Vermeidung von Resistenzen. Dies könnte sogar das Gegenteil bewirken. Wesentlich ist es, Antibiotika zielgerichtet einzusetzen, um zur Resistenzvermeidung und zur Lebensmittelsicherheit beizutragen.

Lesen Sie mehr dazu in unserem aktuellen Newsletter Tiergesundheit im Blickpunkt Nr. 77.


IFAH White Paper zu neuen und wieder auftretenden Tierkrankheiten

Nach seinem White Paper zu den wirtschaftlichen und sozialen Kosten weltweit auftretender Tierkrankheiten hat der Weltverband der Tiergesundheitsindustrie (IFAH) jetzt ein weiteres Papier zu neuen und wieder auftretenden Tierseuchen und Zoonosen vorgelegt. Tierseuchenbedingte Kosten in den vergangenen zehn Jahren werden mit insgesamt 200 Mrd. USD beziffert.

Den Bericht 'Emerging and Re-emerging Animal Diseases' finden Sie hier zum Download.

 

 


Leitfaden zur oralen Anwendung von Tierarzneimitteln überarbeitet

Der Leitfaden des BMEL für die orale Anwendung von Tierarzneimitteln im Nutztierbereich über das Futter oder das Wasser liegt in aktualisierter Fassung vor. In dem Leitfaden werden Hinweise zur Auswahl des geeigneten Arzneimittels, zur Dosierung, Abgabe und den bei der Verabreichung besonders zu beachtenden Punkten gegeben. Neu aufgenommen wurde die Erarbeitung eines betriebsindividuellen Risikomanagementplans, der als Muster dem Leitfaden beiliegt.

Der Leitfaden richtet sich an Tierärzte und Tierhalter und soll einen Beitrag zur korrekten und sorgsamen Anwendung leisten.

Sie finden den Leitfaden, Stand Mai 2014, hier als pdf-Download.

Anlage 1 zum Leitfaden als pdf zum Downloaden.

Anlage 1 zum Leitfaden als doc zum Downloaden.

Anlage 2 zum Leitfaden zum Downloaden.

Anlage 3 zum Leitfaden zum Downloaden.

 


IFAH White Paper zu den Kosten von Tierkrankheiten

Der Weltverband der Tiergesundheitsindustrie (IFAH) hat ein White Paper zu den wirtschaftlichen und sozialen Kosten global auftretender Tierkrankheiten vorgelegt. In dem in Zusammenarbeit mit der Beratungsfirma Oxford Analytica erstellten Bericht werden anhand von Krankheitsbeispielen nicht nur die direkten Kosten, die durch die Tierkrankheit selbst verursacht werden, sondern auch die weiteren gesamtökonomischen Kosten am Beispiel der MKS, Salmonellose und Tollwut untersucht.

Den IFAH-Bericht 'The Costs of animal disease' finden Sie hier zum Download.

 

 


GERMAP 2010 liegt vor

Mit der neuen GERMAP 2010 liegt zum zweiten Mal ein umfassender Bericht über die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen in der Human- und Veterinärmedizin vor. Der Bericht fasst die Trends der letzten Jahre zusammen und enthält aktuelle Daten zu Resistenzen für wichtige Infektionserreger beim Menschen sowie bei Rind, Schwein, Geflügel, Hund und Katze. Angaben zum Antibiotikaverbrauch beim Menschen sind ebenfalls enthalten. Für den Veterinärbereich wird hier auf die im laufenden Jahr erstmals durchgeführte Erfassung der Antibiotikamengen nach der DIMDI-Verordnung verwiesen.

Die GERMAP 2010 steht auf der Webseite der Paul-Ehrlich-Gesellschaft zum kostenlosen Download zur Verfügung. Printexemplare können zum Preis von 25,00 Euro bei der Geschäftsstelle der PEG bezogen werden (http://www.p-e-g.org/econtext/germap).

 

 


Geflügelhaltung und Tierschutz

Schnabelkürzen ist in der aktuellen Tierschutzdebatte ein Thema von hohem Symbolwert. Die Politik möchte die Maßnahme vollständig verbieten. Dr. Erwin Sieverding, Fachtierarzt für Geflügel, Lohne erläutert die anatomischen, neurophysiologischen Besonderheiten bei der Haltung von Geflügel und stellt dar, warum ein fachgerecht durchgeführtes Schnabelstutzen beim Geflügel erhalten bleiben muss.

Den Beitrag von Herrn Dr. Sieverding finden Sie hier zum Download.

 


Interview: Antibiotikaresistenz

Die Thematik der Antibiotikaresistenz wird je nach Interessenlage von den beteiligten Kreisen sehr unterschiedlich und teilweise dramatisierend dargestellt. Der Einsatz von Tierarzneimitteln spielt in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle. Eine Versachlichung der Diskussion erscheint dringend erforderlich.

In einem Interview der Food & Hygiene Qualität Praxis hat Dr. Martin Schneidereit, Geschäftsführer des Bundesverbandes für Tiergesundheit die Rahmenbedingungen und die Erfordernisse bei der Behandlung erkrankter Tiere und die Berücksichtigung eines sachgerechten Antibiotikaeinsatzes dargelegt.

Das Interview finden Sie hier zum Download.

 


Antibiotika bei Lebensmittel liefernden Tieren

Leitfaden zum Einsatz von Antibiotika bei Lebensmittel liefernden Tieren

Europäische Plattform für den verantwortungsbewussten Einsatz von Tierarzneimitteln - Leitfaden zum Einsatz von Antibiotika bei Lebensmittel liefernden Tieren
Die Europäische Plattform für den verantwortungsbewussten Einsatz von Tierarzneimitteln (EPRUMA), in der IFAH-Europe ebenso wie Vertreter der Landwirtschaft, der europäischen Initiative für nachhaltige Landwirtschaft und der Tierärzte vertreten ist, hat ihren Leitfaden für den verantwortungsbewussten Einsatz von Antibiotika bei Lebensmittel liefernden Tieren vorgelegt. Der Leitfaden anerkennt Antibiotika als wichtige und notwendige Werkzeuge zur Erhaltung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Tieren und beschreibt zugleich Rahmenbedingungen für ihren Einsatz. Wesentliche Eckpunkte sind dabei angemessene Haltungsbedingungen, eine gute Kommunikation zwischen Landwirt und Tierarzt und die Dokumentation.

Der Leitfaden als PDF Download, (auf Englisch)

 


Vortrag: Antibiotikaeinsatz in der Veterinärmedizin – Situation in Deutschland und anderen europäischen Veredelungsregionen

Der Vortrag wurde von Dr. Martin Schneidereit, BfT-Geschäftsführer, anlässlich der 20. Jahrestagung der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie am 14.-16.09.2006 in Bonn gehalten

Der Einsatz von Antibiotika in Humanmedizin und Veterinärmedizin dient der Prävention und Heilung von bakteriellen Erkrankungen. Gleichwohl gibt es einen grundsätzlichen Unterschied zwischen den beiden Anwendungsbereichen. Während in der Humanmedizin die ärztliche Verpflichtung zur Prävention und Heilung vorherrscht, wird der Antibiotikaeinsatz in der Veterinärmedizin von Erwägungen des Tierschutzes und auf Nutztierseite vor allem durch das Ziel bestimmt, aus Tieren gesunde Lebensmittel zu erzeugen.

Lesen Sie den kompletten Vortrag online.

Der Vortrag als PDF Download (180KB)


Moderne Tierarzneimittel unter Nutzung gentechnischer Methoden

Bundesverband für Tiergesundheit, Bonn, 22.08.2006

Die Gentechnologie ist eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Neben der chemischen Synthese, die auch in den nächsten Jahren das wichtigste Herstellungsverfahren für pharmazeutische Wirkstoffe bleiben wird, kommen wie in der Humanmedizin auch in der Tiermedizin mehr und mehr gentechnologische Verfahren zur Anwendung. In Zukunft wird ein Großteil aller Innovationen zur Bekämpfung von Tier- und Humankrankheiten auf Entwicklungen unter Nutzung der Gentechnologie (‚rote Gentechnik’) beruhen.

Download des Beitrages als PDF Datei (18KB)


Studie „Informationsverhalten – Tierhalter”

Bonn, 2.06.2005
Neben dem Tierarzt, der nach wie vor die wichtigste Informationsquelle darstellt, nutzen Tierhalter verstärkt auch andere Informationsmedien zu Tiergesundheitsfragen wie z. B. landwirtschaftliche Fachzeitschriften. In einer vom BfT in Auftrag gegebenen Studie ermittelte jetzt Produkt + Markt, ob und wie sich das Informationsverhalten der landwirtschaftlichen Praxis verändert und welche Möglichkeiten bestehen, effizientere Informationsangebote für die Tierhalter zu entwickeln.

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Thema Arzneimittelsicherheit

Leitfaden „Gute Pharmakovigilanz-Praxis” in der Veterinärmedizin aufgelegt

Die IFAH Europe hat jetzt einen neuen Leitfaden für die europäische Tiergesundheitsindustrie herausgebracht, der für jeden, der im Bereich der veterinärmedizinischen Pharmakovigilanz tätig ist, ein nützlicher Ratgeber ist. Die deutsche Übersetzung liegt nun vor und steht an dieser Stelle als PDF Download (234KB) zur Verfügung.


Aktuelle Studie: Verbrauchsmengen von Tierarzneimitteln

UBA-Symposium – Arzneimittel in der Umwelt
(Berlin 29./30.09.2004)

In einer Follow-up-Untersuchung zum Jahr 1998 wurden auf der Basis von Panelerhebungen Verbrauchsmengen von Tierarzneimitteln im Jahre 2003 in Deutschland abgeschätzt. Mit 51 Tonnen an Veterinärpharmazeutika unterschied sich die erfasste Gesamtmenge kaum von den Mengen, die für das Jahr 1997/98 errechnet wurden. Unter Berücksichtigung einer präzisierten Methodik ...

Lesen Sie die ganze Studie.


Verantwortungsvoller Umgang mit Antiinfektiva

Die Broschüre Antiinfektiva als PDF Download (183KB).