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Ein Sommer auf der Weide: Ohne lästige Würmer!

Empfohlener Veröffentlichungstermin Mai/Juni

Milde Temperaturen, Feuchtigkeit durch Regen und Tau: Jetzt fühlen sich Parasiten richtig wohl auf der Weide. Millionen infektiöser Larven besiedeln das Gras und können von den Pferden aufgenommen werden. Dagegen sollte man etwas unternehmen. Auch und gerade bei Jungpferden.

Die wichtigste Maßnahme ist das tägliche Absammeln des Pferdekots. Denn die von den Wurmweibchen im Darm des Pferdes ausgeschiedenen Wurmeier gelangen über den Kot auf die Wiese. Dort schlüpfen in wenigen Tagen Larven, die dann wiederum von den Pferden mit dem Gras gefressen werden und sich im Darm zu neuen Würmern entwickeln – nicht selten nach einer äußerst schädlichen Körperwanderung durch die inneren Organe und die Wände der Blutgefäße. Wer den Kot wegräumt, schafft damit die wichtigste Quelle der Neuinfektion aus dem Weg und beugt Parasitenbefall ideal vor. Das Entfernen des Kotes allein reicht aber nicht aus, da sich bereits aus dem Kot ausgewanderte Larven in der Umgebung befinden und als weitere Infektionsquellen dienen. Deshalb muss zusätzlich gezielt behandelt, also entwurmt werden. Hinweise dazu finden sich im ersten Teil dieser Serie.

Bandwürmer sind schwer nachzuweisen

Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass bis zu ein Drittel der Pferdebestände mit Bandwürmern befallen ist. Diese siedeln in der Darmschleimhaut am Übergang zwischen Dünndarm und Blinddarm. Sie können bewirken, dass das Gewebe stark anschwillt, so dass die Passage des Futterbreis gestört wird. Schwerste Verdauungsstörungen bis zum Darmverschluss mit heftigen Koliken können die Folge sein. Das Tückische dabei: Bandwurmeier lassen sich im Kot besonders schlecht nachweisen. Untersuchungen zeigen, dass bis zu zwei Drittel der Kotuntersuchungen falsch-negativ sind. Das bedeutet: Die Probe ergibt, dass keine Bandwurmeier gefunden wurden, obwohl das Pferd mit diesem Parasiten befallen ist. Auch im Rahmen der Kotuntersuchungen bei der sogenannten selektiven Entwurmung passiert das immer wieder. Die logische Konsequenz daraus: Gegen Bandwürmer sollte jedes Pferd prophylaktisch mindestens einmal im Jahr behandelt werden. Wer ganz sicher gehen will, erledigt das zweimal jährlich.

Tragende Stuten ohne Risiko entwurmen

Viele Pferdehalter beschäftigt die Frage, wie man tragende Stuten, Fohlen und Jungpferde entwurmen soll.

Und auch Züchter haben oftmals erhebliche Bedenken, tragende Stuten zu entwurmen, weil sie einen Abort oder Schäden beim ungeborenen Fohlen befürchten. Die überwiegende Zahl der heute erhältlichen Entwurmungspräparate kann jedoch auch während der Trächtigkeit eingesetzt werden. Dies wird im Rahmen der Zulassung geprüft, dokumentiert und unter anderem auf dem Beipackzettel kommuniziert. In den wenigen Ausnahmen wird an gleicher Stelle deutlich darauf hingewiesen. Für tragende Stuten stehen in jeder Wirkstoffgruppe sichere Produkte zur Verfügung. Das ist für ein kluges Weidemanagement von großem Vorteil. Nicht  entwurmte tragende Stuten scheiden nämlich besonders große Mengen an Wurmeiern aus. Sie erkranken zwar nicht selber und wirken völlig gesund, sie kontaminieren mit ihrem Kot jedoch die Koppel für alle anderen, selbst entwurmten, Pferde. Deshalb gehören auch tragende Stuten ins Wurmmanagement hinein.

Fohlen nach der Geburt richtig entwurmen

Werden Fohlen in einem sauberen und hygienischen Umfeld geboren, kann man die erste Entwurmung relativ lange, d.h. einige Wochen, aufschieben. Unmittelbar nach der Geburt ist der Zwergfadenwurm der erste Problemparasit des jungen Pferdes. Das Fohlen kann sich mit den infektionsfähigen Larven dieses Wurms aus der Einstreu oder häufiger direkt über die Stutenmilch anstecken. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, tragende Stuten so kurz wie möglich vor der Geburt noch einmal zu behandeln. Das Fohlen wird so in eine parasitenarme Umgebung hinein geboren und kann sich auch nicht über die Muttermilch anstecken. Die erste Behandlung ist dann gegen Ende der vierten Lebenswoche empfehlenswert. Eine allzu frühe Behandlung der Fohlen ist aus zwei Gründen nicht sinnvoll. Sie reagieren während der ersten Lebenstage möglicherweise empfindlich auf Arzneimittel. Zudem ist eine völlige Parasitenfreiheit nicht erwünscht. Unter Praxisbedingungen hat es sich als vorteilhaft erwiesen, eine geringgradige Infektion zuzulassen, weil es die spätere Immunitätsausbildung fördert. Wurde die Stute hingegen nicht wie empfohlen behandelt, sollte man dies bei ihr und dem Fohlen im Verlauf der ersten Lebenswoche nachholen. Die weiteren Behandlungen und ihre Abstände hängen stark vom Geburtstermin des Fohlens und dem sich daraus ergebenden ersten Weidetermin ab.

Während die Gefahr durch Zwergfadenwürmer (mit zum Teil starkem Durchfall während der ersten Lebensmonate) allmählich abnimmt, steigt nun das Risiko für einen Spulwurmbefall. Spulwürmer können Fohlen stark schädigen: Durchfälle, Wachstumsverzögerungen und schwere Koliken sind die Folge, bis hin zum tödlichen Darmverschluss. Vor allem während des ersten Weidesommers muss daher eine Masseninfektion mit Spulwürmern unbedingt verhindert werden. Wie alle Pferde leiden auch Fohlen und Absetzer während der Sommerzeit zusätzlich unter Kleinen Palisadenwürmern.

Bandwürmer sind bei Fohlen im Allgemeinen erst ab dem dritten bis vierten Lebensmonat bedeutsam. Dann aber können sie bei dieser Altersgruppe genau so problematisch und hochgradig gefährlich sein wie bei allen anderen Pferdegruppen. Zahlreiche Studien haben das gezeigt.

In welchen Abständen Fohlen und junge Pferde dann im Weiteren behandelt werden müssen, hängt stark von den hygienischen Verhältnissen (Entmistung, Weidegröße, Besatzdichte) ab. Auch die verwendeten Produkte sind von Bedeutung und sollten mit dem Tierarzt besprochen werden.

Als Faustzahlen für Entwurmungen können folgende Werte dienen:

·       bis Ende des ersten Weidesommers: alle vier Wochen

·       bis zum Ende des zweiten Weidesommers: alle sechs bis acht Wochen

·       bis zur Mitte des dritten Lebensjahres: je nach Infektionsdruck alle acht bis zwölf Wochen.

Ab dann kann man auf die Abstände für erwachsene Pferde zurückgreifen. Begleitend wird ein Monitoring durch Untersuchungen von Kotproben empfohlen, um einen Überblick über den aktuellen Infektionsdruck und die Wirksamkeit der durchgeführten Maßnahmen zu erhalten.

Vorsicht: Für Fohlen und junge Pferde bis zum Ende des vierten Lebensjahres ist die selektive Entwurmung nicht geeignet. Das Risiko einer Fehldiagnose aus der Kotuntersuchung ist zu groß, und die Folgen wären gerade für wachsende Pferde dramatisch.

Fazit: Auch Fohlen können bedarfsgerecht und ohne Risiko entwurmt werden.

Zusatzinformation

Was kann die Kotuntersuchung und was kann sie nicht?

Kotuntersuchungen sind ein wichtiges Hilfsmittel, um sich eine Orientierung über den Parasitenbefall eines Pferdes zu beschaffen. Doch die Aussagekraft von Kotuntersuchungen trifft auch auf Grenzen. Das liegt in der Biologie der Parasiten begründet. So können Pferde trotz geringer Zahlen von Parasiteneiern im Kot hochgradig verwurmt sein. Denn die Wurmeier werden von den weiblichen Würmern nicht permanent, sondern schubweise und unregelmäßig ausgeschieden. Außerdem werden nicht alle Entwicklungsstadien erfasst. Vor allem ein einzelnes Kotuntersuchungsergebnis ist daher mit Vorsicht zu interpretieren. Im Zweifelsfall sollte man deshalb lieber einmal mehr als einmal zu wenig behandeln. Bessere Ergebnisse liefern dagegen Sammelkotproben von mehreren Tagen. Auch durch wiederholte Kotuntersuchungen steigt die Aussagekraft der Ergebnisse. Die Tendenz, mehr oder weniger Eier auszuscheiden, ist möglicherweise von Pferd zu Pferd verschieden. Nach neueren Untersuchungen zu kleinen Strongyliden scheint dies eine tiertypische individuelle Eigenschaft zu sein, die über viele Jahre und oftmals lebenslang konstant bleibt.

Über eine Veröffentlichung würden wir uns freuen und bitten um ein Belegexemplar.

 

Hinweise für die Redaktion

Der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) vertritt die führenden Hersteller von Tierarzneimitteln (Pharmazeutika und Biologika), Diagnostika und Futterzusatzstoffen in Deutschland. Die 22 Mitgliedsunternehmen sind in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung dieser Produkte aktiv und repräsentieren dabei mehr als 95 % des deutschen Marktes. Der BfT ist korporatives Mitglied im Verband der Chemischen Industrie (VCI), im Weltverband der Tiergesundheitsindustrie (HealthforAnimals) und im europäischen Verband der Tiergesundheitsindustrie (AnimalhealthEurope).

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Weitere Informationen erteilt der Bundesverband für Tiergesundheit,

Dr. Sabine Schüller, Schwertberger Str. 14, 53177 Bonn,

Tel. 0228 / 31 82 96, E-Mail bft@bft-online.de, www.bft-online.de

Stand 15.05.2018



Wurmfrei durchs Jahr

Reiter wollen gesunde Pferde. Parasitenbekämpfung ist deshalb eine unverzichtbare Maßnahme. Und dazu gehört auch das richtige Entwurmen zum passenden Zeitpunkt. Welche Würmer sind dabei von Bedeutung und welche Termine sollten Sie sich für das Jahr vormerken? Die Antworten auf diese Fragen sind hier zusammengestellt.

Hier können Sie Teil I der Pferdenetwurmung lesen...

 

Abb.: BfT / Peter Prohn


Hoher Sicherheitsstandard

Kaum Belastung.
Wirkstoffe aus Tierarzneimitteln sind sehr selten zu finden.

Kaum Funde in viehstarken Regionen – strenge Zulassungskriterien greifen

Der Einsatz von Tierarzneimitteln in der Veredlungsproduktion ist unerlässlich, um die Gesundheit der Tiere sicherzustellen und wirtschaftliche Verluste zu vermeiden. Über einen möglichen Eintrag der Stoffe in die Umwelt und ggf. auch das oberflächennahe Grundwasser wird immer wieder spekuliert. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass Wirkstoffe aus Tierarzneimitteln weitaus seltener dort zu finden sind als ursprünglich angenommen.

So wurden in einer Studie des Umweltbundesamtes und in Nachfolgestudien in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an 48 Standorten in viehdichten Regionen Proben untersucht. Die Standorte wurden entsprechend den ungünstigsten Rahmenbedingungen ausgewählt. Dies bedeutet, dass Regionen mit hohen Viehbesatzdichten, sowie entsprechend kritischen Böden (sandig, sorptionsschwach) und oberflächennahem Grundwasser in die Beprobung einbezogen wurden. In einigen Fällen wurden Sulfonamide in sehr niedrigen Konzentrationen nachgewiesen. Bei zwei Befunden in höherer Konzentration geht man nach weiterführenden Untersuchungen davon aus, dass diese aus humanmedizinischen Anwendungen stammen.

Auch für die in der Vergangenheit vereinzelt in den oberen Bodenschichten nachgewiesenen Tetrazykline wurden neue Daten vorgelegt. Eine Umverteilung von Rückständen in das Grundwasser wird aus Expertensicht als äußerst unwahrscheinlich angesehen, da die Wirkstoffe über die Zeit unter anderem zunehmend fester an die Bodenbestandteile gebunden werden.

Nicht unbedingt überraschend

„Die Ergebnisse überraschen nicht“, urteilt Dr. Christian Corsing, Vorsitzender der BfT-Arbeitsgruppe Umweltsicherheit. „Die nun vorgelegten Studien bestätigen Ergebnisse früherer Untersuchungen. Zudem werden neue Tierarzneimittel vor ihrer Zulassung nach den Kriterien Sicherheit, Wirksamkeit, Qualität und seit vielen Jahren auch auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft.“

Diese vier Kriterien sind zwingender Bestandteil des Zulassungsverfahrens. Je nach Indikation, Zieltierarten und voraussichtlicher Verabreichungsart durchläuft die Umweltsicherheitsprüfung mehrere Phasen, die wie ein Filtersystem unsichere Kandidaten eliminiert oder durch Risikomanagementmaßnahmen mögliche Einflüsse auf die Umwelt minimiert. Anders als bei Humanarzneimitteln kann eine negative Bewertung der Umweltverträglichkeit bei Tierarzneimitteln auch zur Versagung der Zulassung führen.

„Vor diesem Hintergrund ist ein umfassender Ansatz mit einer produktbezogenen Risikobewertung unter Berücksichtigung der Exposition und des Nutzens wichtig und keine rein substanzbezogene, „hazard“ orientierte Betrachtung,“ so Corsing.   

Den Beitrag finden Sie hier zum Download.

 

 



Tiergesundheitsindustrie veröffentlicht "Verpflichtungen und Maßnahmen bei Antibiotikaeinsatz"

HealthforAnimals, der Weltverband der Tiergesundheitsindustrie hat kürzlich eine Erklärung zu "Verpflichtungen und Maßnahmen bei Antibiotikaeinsatz" veröffentlicht. Es beschreibt fünf grundlegenden Prinzipien für die Verwendung von Antibiotika und wird von Organisationen unterstützt, die mehr als 200 Unternehmen und 700.000 Tierärzte weltweit vertreten. Lesen Sie mehr zu den fünf Möglichkeiten auf der Verbandswebseite https://www.healthforanimals.org/resources-and-events/resources/publications/167-animal-health-sector-commitments-and-actions-on-antibiotic-use.html

LINK zum Dokument: https://www.healthforanimals.org/component/attachments/attachments.html?id=293&task=download

 

   


Umfangreiches Regelwerk

Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung – ein Faktencheck

Die Zunahme antimikrobieller Resistenzen stellt das Gesundheitswesen vor eine große Herausforderung. Die Tiergesundheitsindustrie sieht es als wichtige Aufgabe an, Verantwortung wahrzunehmen und zur Kontrolle der Resistenzentwicklung beizutragen, um Antibiotika als effektives therapeutisches Mittel bei Mensch und Tier zu erhalten.

Eine pauschale Reduktion der Antibiotikaeinsatzmenge ist nicht gleichzusetzen mit einer Vermeidung von Resistenzen. Dies könnte sogar das Gegenteil bewirken. Wesentlich ist es, Antibiotika zielgerichtet einzusetzen, um zur Resistenzvermeidung und zur Lebensmittelsicherheit beizutragen.

Lesen Sie mehr dazu in unserem aktuellen Newsletter Tiergesundheit im Blickpunkt Nr. 77.


IFAH White Paper zu neuen und wieder auftretenden Tierkrankheiten

Nach seinem White Paper zu den wirtschaftlichen und sozialen Kosten weltweit auftretender Tierkrankheiten hat der Weltverband der Tiergesundheitsindustrie (IFAH) jetzt ein weiteres Papier zu neuen und wieder auftretenden Tierseuchen und Zoonosen vorgelegt. Tierseuchenbedingte Kosten in den vergangenen zehn Jahren werden mit insgesamt 200 Mrd. USD beziffert.

Den Bericht 'Emerging and Re-emerging Animal Diseases' finden Sie hier zum Download.

 

 


Leitfaden zur oralen Anwendung von Tierarzneimitteln überarbeitet

Der Leitfaden des BMEL für die orale Anwendung von Tierarzneimitteln im Nutztierbereich über das Futter oder das Wasser liegt in aktualisierter Fassung vor. In dem Leitfaden werden Hinweise zur Auswahl des geeigneten Arzneimittels, zur Dosierung, Abgabe und den bei der Verabreichung besonders zu beachtenden Punkten gegeben. Neu aufgenommen wurde die Erarbeitung eines betriebsindividuellen Risikomanagementplans, der als Muster dem Leitfaden beiliegt.

Der Leitfaden richtet sich an Tierärzte und Tierhalter und soll einen Beitrag zur korrekten und sorgsamen Anwendung leisten.

Sie finden den Leitfaden, Stand Mai 2014, hier als pdf-Download.

Anlage 1 zum Leitfaden als pdf zum Downloaden.

Anlage 1 zum Leitfaden als doc zum Downloaden.

Anlage 2 zum Leitfaden zum Downloaden.

Anlage 3 zum Leitfaden zum Downloaden.

 


IFAH White Paper zu den Kosten von Tierkrankheiten

Der Weltverband der Tiergesundheitsindustrie (IFAH) hat ein White Paper zu den wirtschaftlichen und sozialen Kosten global auftretender Tierkrankheiten vorgelegt. In dem in Zusammenarbeit mit der Beratungsfirma Oxford Analytica erstellten Bericht werden anhand von Krankheitsbeispielen nicht nur die direkten Kosten, die durch die Tierkrankheit selbst verursacht werden, sondern auch die weiteren gesamtökonomischen Kosten am Beispiel der MKS, Salmonellose und Tollwut untersucht.

Den IFAH-Bericht 'The Costs of animal disease' finden Sie hier zum Download.

 

 


GERMAP 2010 liegt vor

Mit der neuen GERMAP 2010 liegt zum zweiten Mal ein umfassender Bericht über die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen in der Human- und Veterinärmedizin vor. Der Bericht fasst die Trends der letzten Jahre zusammen und enthält aktuelle Daten zu Resistenzen für wichtige Infektionserreger beim Menschen sowie bei Rind, Schwein, Geflügel, Hund und Katze. Angaben zum Antibiotikaverbrauch beim Menschen sind ebenfalls enthalten. Für den Veterinärbereich wird hier auf die im laufenden Jahr erstmals durchgeführte Erfassung der Antibiotikamengen nach der DIMDI-Verordnung verwiesen.

Die GERMAP 2010 steht auf der Webseite der Paul-Ehrlich-Gesellschaft zum kostenlosen Download zur Verfügung. Printexemplare können zum Preis von 25,00 Euro bei der Geschäftsstelle der PEG bezogen werden (http://www.p-e-g.org/econtext/germap).

 

 


Geflügelhaltung und Tierschutz

Schnabelkürzen ist in der aktuellen Tierschutzdebatte ein Thema von hohem Symbolwert. Die Politik möchte die Maßnahme vollständig verbieten. Dr. Erwin Sieverding, Fachtierarzt für Geflügel, Lohne erläutert die anatomischen, neurophysiologischen Besonderheiten bei der Haltung von Geflügel und stellt dar, warum ein fachgerecht durchgeführtes Schnabelstutzen beim Geflügel erhalten bleiben muss.

Den Beitrag von Herrn Dr. Sieverding finden Sie hier zum Download.

 


Interview: Antibiotikaresistenz

Die Thematik der Antibiotikaresistenz wird je nach Interessenlage von den beteiligten Kreisen sehr unterschiedlich und teilweise dramatisierend dargestellt. Der Einsatz von Tierarzneimitteln spielt in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle. Eine Versachlichung der Diskussion erscheint dringend erforderlich.

In einem Interview der Food & Hygiene Qualität Praxis hat Dr. Martin Schneidereit, Geschäftsführer des Bundesverbandes für Tiergesundheit die Rahmenbedingungen und die Erfordernisse bei der Behandlung erkrankter Tiere und die Berücksichtigung eines sachgerechten Antibiotikaeinsatzes dargelegt.

Das Interview finden Sie hier zum Download.

 


Antibiotika bei Lebensmittel liefernden Tieren

Leitfaden zum Einsatz von Antibiotika bei Lebensmittel liefernden Tieren

Europäische Plattform für den verantwortungsbewussten Einsatz von Tierarzneimitteln - Leitfaden zum Einsatz von Antibiotika bei Lebensmittel liefernden Tieren
Die Europäische Plattform für den verantwortungsbewussten Einsatz von Tierarzneimitteln (EPRUMA), in der IFAH-Europe ebenso wie Vertreter der Landwirtschaft, der europäischen Initiative für nachhaltige Landwirtschaft und der Tierärzte vertreten ist, hat ihren Leitfaden für den verantwortungsbewussten Einsatz von Antibiotika bei Lebensmittel liefernden Tieren vorgelegt. Der Leitfaden anerkennt Antibiotika als wichtige und notwendige Werkzeuge zur Erhaltung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Tieren und beschreibt zugleich Rahmenbedingungen für ihren Einsatz. Wesentliche Eckpunkte sind dabei angemessene Haltungsbedingungen, eine gute Kommunikation zwischen Landwirt und Tierarzt und die Dokumentation.

Der Leitfaden als PDF Download, (auf Englisch)

 


Vortrag: Antibiotikaeinsatz in der Veterinärmedizin – Situation in Deutschland und anderen europäischen Veredelungsregionen

Der Vortrag wurde von Dr. Martin Schneidereit, BfT-Geschäftsführer, anlässlich der 20. Jahrestagung der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie am 14.-16.09.2006 in Bonn gehalten

Der Einsatz von Antibiotika in Humanmedizin und Veterinärmedizin dient der Prävention und Heilung von bakteriellen Erkrankungen. Gleichwohl gibt es einen grundsätzlichen Unterschied zwischen den beiden Anwendungsbereichen. Während in der Humanmedizin die ärztliche Verpflichtung zur Prävention und Heilung vorherrscht, wird der Antibiotikaeinsatz in der Veterinärmedizin von Erwägungen des Tierschutzes und auf Nutztierseite vor allem durch das Ziel bestimmt, aus Tieren gesunde Lebensmittel zu erzeugen.

Lesen Sie den kompletten Vortrag online.

Der Vortrag als PDF Download (180KB)


Moderne Tierarzneimittel unter Nutzung gentechnischer Methoden

Bundesverband für Tiergesundheit, Bonn, 22.08.2006

Die Gentechnologie ist eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Neben der chemischen Synthese, die auch in den nächsten Jahren das wichtigste Herstellungsverfahren für pharmazeutische Wirkstoffe bleiben wird, kommen wie in der Humanmedizin auch in der Tiermedizin mehr und mehr gentechnologische Verfahren zur Anwendung. In Zukunft wird ein Großteil aller Innovationen zur Bekämpfung von Tier- und Humankrankheiten auf Entwicklungen unter Nutzung der Gentechnologie (‚rote Gentechnik’) beruhen.

Download des Beitrages als PDF Datei (18KB)


Studie „Informationsverhalten – Tierhalter”

Bonn, 2.06.2005
Neben dem Tierarzt, der nach wie vor die wichtigste Informationsquelle darstellt, nutzen Tierhalter verstärkt auch andere Informationsmedien zu Tiergesundheitsfragen wie z. B. landwirtschaftliche Fachzeitschriften. In einer vom BfT in Auftrag gegebenen Studie ermittelte jetzt Produkt + Markt, ob und wie sich das Informationsverhalten der landwirtschaftlichen Praxis verändert und welche Möglichkeiten bestehen, effizientere Informationsangebote für die Tierhalter zu entwickeln.

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Thema Arzneimittelsicherheit

Leitfaden „Gute Pharmakovigilanz-Praxis” in der Veterinärmedizin aufgelegt

Die IFAH Europe hat jetzt einen neuen Leitfaden für die europäische Tiergesundheitsindustrie herausgebracht, der für jeden, der im Bereich der veterinärmedizinischen Pharmakovigilanz tätig ist, ein nützlicher Ratgeber ist. Die deutsche Übersetzung liegt nun vor und steht an dieser Stelle als PDF Download (234KB) zur Verfügung.


Aktuelle Studie: Verbrauchsmengen von Tierarzneimitteln

UBA-Symposium – Arzneimittel in der Umwelt
(Berlin 29./30.09.2004)

In einer Follow-up-Untersuchung zum Jahr 1998 wurden auf der Basis von Panelerhebungen Verbrauchsmengen von Tierarzneimitteln im Jahre 2003 in Deutschland abgeschätzt. Mit 51 Tonnen an Veterinärpharmazeutika unterschied sich die erfasste Gesamtmenge kaum von den Mengen, die für das Jahr 1997/98 errechnet wurden. Unter Berücksichtigung einer präzisierten Methodik ...

Lesen Sie die ganze Studie.


Verantwortungsvoller Umgang mit Antiinfektiva

Die Broschüre Antiinfektiva als PDF Download (183KB).