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Studie „Informationsverhalten – Tierhalter”

Bonn, 2.06.2005

• Analyse des Informationsverhaltens von Rinder- und Schweinehaltern zu Tiergesundheitsfragen • Möglichkeiten für effizientere Informationsangebote für Tierhalter

Mit besserer Information zu mehr Tiergesundheit

Tierarzneimittelindustrie sieht wachsenden Informationsbedarf

Neben dem Tierarzt, der nach wie vor die wichtigste Informationsquelle darstellt, nutzen Tierhalter verstärkt auch andere Informationsmedien zu Tiergesundheitsfragen wie z. B. landwirtschaftliche Fachzeitschriften. In einer vom BfT in Auftrag gegebenen Studie ermittelte jetzt Produkt + Markt, ob und wie sich das Informationsverhalten der landwirtschaftlichen Praxis verändert und welche Möglichkeiten bestehen, effizientere Informationsangebote für die Tierhalter zu entwickeln.

Befragt wurden Betriebsleiter bzw. verantwortliche Mitarbeiter in Veredelungsbetrieben der Segmente Milch- und Mastrinder, Sauen und Mastschweine. Die Stichproben repräsentieren ca. 80 % der Gesamtheit aller deutschen Viehbestände. Die Befragung erfolgte im Spätsommer 2004, die Auswertung wurde Anfang Juni der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die befragten Tierhalter ordneten Maßnahmen zur Steigerung der Tiergesundheit hinsichtlich des wirtschaftlichen Erfolges eine sehr große Bedeutung bei. Deren Wertigkeit wird höher eingeschätzt als die anderer Produktionsmittel.

Gleichzeitig schätzten die Befragten ihren Wissensstand auf dem Gebiet der Tiergesundheit als hoch ein. Diese Aussagen sind deckungsgleich mit der sich vollziehenden Spezialisierung und einer damit einhergehenden wachsenden Kompetenz in den Veredelungsbetrieben.

Wer vermittelt Informationen?

Den landwirtschaftlichen Fachzeitschriften wird künftig eine wachsende Bedeutung bei der Information der Tierhalter zukommen. Die erfordert eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Tierarzneimittelindustrie und den Fachmedien.

Wichtigster Ansprechpartner ist und bleibt der Tierarzt

Dies wird von 86% der Befragten so gesehen. Die überwiegende Zahl der Tierhalter (80%) arbeitet nur mit einem Tierarzt zusammen, zu dem sie in der Regel ein sehr gutes Vertrauensverhältnis aufgebaut haben. Vor allem im Schweinebereich ist die Bedeutung der Bestandsbetreuung stabil auf hohem Niveau, im Rinderbereich nimmt diese Form der Zusammenarbeit ebenfalls zu. Wichtige Gesprächsthemen sind Prophylaxe, Impfungen. Therapie und Wartezeiten bei Tierarzneimitteln.

Gesundheit der Tiere hat Vorrang

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit hat sich bei den Tierhaltern ein starkes Bewusstsein für die Gesundheit der Tiere entwickelt. Dies äußert sich u. a. in einem verstärkten Einsatz vorbeugender Maßnahmen wie der BHV1/IBR-Impfung bei Rindern oder der Mycoplasmen- und Parvovirusimpfung bei Sauen und Mastschweinen. Bei der Auswahl von Tierarzneimitteln stellt der Landwirt „Wirksamkeit des Medikamentes“ deutlich vor „Kosten der Behandlung“. Weiterhin geht aus der Studie eine Erwartung des Tierhalters gegenüber der Tierarzneimittelindustrie hervor zu Fragen über den Einsatz von Tierarzneimitteln.

Tierhalter erkennen ihre Verantwortung in Tier- und Verbraucherschutz

Hoch eingeschätzt werden Maßnahmen, die zum allgemeinen Wohlbefinden der Tiere beitragen. An erster Stelle ist hier die Parasitenbekämpfung zu nennen. Auch andere Herdenmanagementmaßnahmen wie Impfprogramme werden als sehr wichtig eingestuft. Größte Motivation dafür ist das Selbstverständnis, wichtiges Glied in der Lebensmittel produzierenden Kette zu sein. 43% der Befragten sehen sich als Tierhalter sogar als wichtigstes Glied in der Kette an.

Tierarzneimittelindustrie und Tierarzt informieren den landwirtschaftlichen Tierhalter zu Tiergesundheitsfragen in der Tierproduktion

Stark ausgeprägt ist das Verantwortungsbewusstsein bei den Tierhaltern. In diesem Zusammenhang meinen 87%, dass sich qualitativ hochwertige Nahrungsmittel nur erzeugen lassen, wenn der Landwirt auch über Tierarzneimittel gut informiert ist. Der Tierhalter verlangt umfassende Informationen darüber, welche Krankheiten auftreten, wie die Krankheiten behandelt und wie die Medikamente eingesetzt werden müssen.

Die Tierarzneimittelindustrie will hierzu einen Beitrag leisten.

Weitere Informationen sowie die detaillierte Studienauswertung können angefordert werden beim:

Bundesverband für Tiergesundheit e.V.
Ansprechpartner: Dr. Martin Schneidereit
Adresse: Aennchenplatz 6, 53173 Bonn
Telefon: 02 28 / 31 82 96
email: bft(at)bft-online(dot)de
Internet: www.bft-online.de