Innovation in der Kleintiermedizin

Krankheiten rechtzeitig erkennen und gezielt behandeln – Nutzen intensiver kommunizieren

Die Liebe zu „Hund, Katze, Maus“ ist bei den Deutschen ungebrochen. Vor allem Hunde und Katzen, aber auch Kleinsäuger oder Ziervögel gehören in fast jedem zweiten Haushalt dazu. Katzen, gefolgt von Hunden, sind die unangefochtenen Spitzenreiter. Im vergangenen Jahr wurden über 13 Millionen Katzen und weit über acht Millionen Hunde gezählt. 

Entsprechend wächst der Anteil des Kleintiersegmentes am Tierarzneimittelmarkt in Deutschland – zwar langsam, aber stetig. Grund dafür ist vor allem die Qualität der tiermedizinischen Betreuung, die kontinuierlich verbessert wird. Außerdem nimmt das Tier inzwischen einen hohen Stellenwert in der Familie ein. Die Tierhalter sind entsprechend motiviert, in die Gesundheit ihrer Hausgenossen zu investieren und innovative Therapiemöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

Dazu zählen beispielsweise neue diagnostische Verfahren. Die frühzeitige Erkennung von Krankheiten ist Voraussetzung dafür, dass diese zeitig und wirkungsvoll bekämpft werden können und somit erst gar nicht zu größeren Beeinträchtigungen führen.
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Innovationsoffensive für Deutschland und Europa

Mehr Akzeptanz für Wagniskapital

Rund 10,5 Milliarden Euro hat die chemische Industrie 2013 für Forschung und Entwicklung ausgegeben – ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fast 44.500 Menschen forschten an neuen Produkten und Verfahren. Das sind beeindruckende Zahlen.

Doch der Verband der Chemischen Industrie (VCI) sieht ein noch wesentlich größeres, bislang noch ungenutztes Potenzial. Ein „innovationsfeindliches“ gesellschaftliches und politisches Umfeld sowie eine fehlende Forschungsförderung hemmen nach Meinung des VCI zwingend notwendige Entwicklungen, und damit neues unternehmerisches Wachstum und internationale Wettbewerbskraft.

Die Industrie macht auf vielen Feldern Handlungsbedarf aus. Sie sieht die Finanzierung vor allem für kleine und mittelständische Betriebe gefährdet, besonders betroffen davon sind die sogenannten Start-ups, weil zufriedenstellende Regelungen für Wagniskapital fehlen. Das in diesem Zusammenhang im Koalitionsvertrag angekündigte Gesetz wurde bislang noch nicht verabschiedet. In Staaten wie Finnland, Irland oder Israel investieren private Anleger bereits erheblich mehr Wagniskapital als in Deutschland.

„Ohne Rückenwind für neue Ideen und innovative Technologien läuft Deutschland Gefahr, von einem weltwirtschaftlichen Spitzenplatz auf einen der hinteren Ränge abzurutschen.“

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Neue Technologien für eine bessere Welt von morgen

Ohne gesellschaftliche Akzeptanz stockt der Fortschritt – Nanotechnologie besitzt großes Potenzial

Wichtige Schlüsseltechnologien finden nicht nur Zuspruch in Politik und Gesellschaft. Dabei sind sie unverzichtbar, um die großen, globalen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Die Prognos-Studie „Chemie 2030“ hat die Megatrends zusammengefasst und analysiert.

Um Aussagen über zukünftige Entwicklungen treffen zu können, sind langfristige Prognosen wichtig. Zu den großen Trends gehören die wachsende Weltbevölkerung, die steigende Lebenserwartung, aber auch bessere Einkommen in den Schwellenländern mit zunehmendem Konsum. Weitere Treiber für die weltwirtschaftliche Entwicklung sind der technologische Fortschritt und eine Zunahme des Wissens. Die weltweite Nachfrage nach Chemieprodukten wird bis 2030 jährlich um 4,5 Prozent ansteigen, sagt die Prognos-Studie „Chemie 2030“ des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI).

In Deutschland entwickeln sich die Trends in entgegengesetzter Richtung. Die Deutschen werden immer weniger und dabei immer älter. Die Zahl der Erwerbsbevölkerung schrumpft. Das führt zu einem Fachkräftemangel und limitiert langfristig die technologische Leistungsfähigkeit des Standorts Deutschland. Damit die chemische Industrie international wettbewerbsfähig bleibt, braucht sie aber gute industriepolitische Rahmenbedingungen. Dazu gehören neben einer sicheren, sauberen und bezahlbaren Energieversorgung ein technologie- und innovationsfreundliches Umfeld sowie gut ausgebildeter Nachwuchs.

Industrie hält an der Forschung fest

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen hat der Forschungsetat der chemisch-pharmazeutischen Industrie 2012 einen neuen Höchststand erreicht: Die Branche hat ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) auf 9,6 Milliarden Euro angehoben. Nach dem Fahrzeugbau und nur knapp nach der Elektroindustrie gehört die chemisch-pharmazeutische Industrie weiterhin zum Spitzentrio: Über 17 Prozent der FuE-Ausgaben der deutschen Industrie werden von Chemie- und Pharmaunternehmen erbracht. Im internationalen Vergleich zählt der Chemie-Forschungsstandort Deutschland ebenfalls zu den Topländern. Vergleicht man die FuE-Ausgaben, folgt die Bundesrepublik nach den USA, Japan und China auf Platz 4. Fast sieben Prozent der weltweiten Forschungsausgaben in der Chemie und Pharma kommen aus Deutschland. Die hohen Investitionen machen sich bezahlt. Die chemische Industrie ist Technologieimpulsgeber Nummer 1. Das zeigt sich in neuen Produkten und Technologien wie der Nanotechnologie. Sie gewinnt beispielsweise in der Medizin zunehmend an Bedeutung. Konkrete Anwendung findet sie bereits in der Krebstherapie, zahlreiche weitere Einsatzgebiete sind in der Erforschung. Aus anderen Bereichen wie Farben, Textilien und Kosmetika kennt die Öffentlichkeit die Nanotechnologie. Ihr Nutzen wird trotz vorhandener Wissenslücken höher eingeschätzt als mögliche Risiken. Das ist ein Ergebnis eines langfristigen Forschungsprojektes des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR).

Die EU-Kommission hat der Nanotechnologie bahnbrechende Bedeutung bescheinigt. Sie will deshalb die Zukunftschancen dieser Technologie wahren, ohne dabei die Sicherheit zu vernachlässigen. Sie sieht die Sicherheit von Nanomaterialien in der europäischen Chemikalienverordnung REACH gut aufgehoben.

Experten rechnen für das Jahr 2015 mit einem globalen Marktvolumen für Nanomaterialien von mehr als zwei Billionen Euro. Strukturen im Nanobereich können zu neuartigen Produkten für die Lösung zentraler Herausforderungen der Zukunft führen. Mit ihrer Hilfe lassen sich Energie sparen, das Klima schützen, Ressourcen schonen oder Behandlungsmethoden in der Medizin verbessern.

Stand Februar 2014

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Weitere Informationen:
Bundesverband für Tiergesundheit e.V.
Dr. Sabine Schüller,
E-Mail bft@bft-online.de