Tierarzneimittel

Für gesunde Tiere und sichere Lebensmitte

Es ist ein heiß diskutiertes Thema, das immer wieder durch die Presse schwappt und Verbraucher verunsichert. Kritiker behaupten, Arzneimittel würden falsch und zu häufig eingesetzt. Die Landwirte heben hervor, dass die Tiere die Mittel zur Vorbeugung oder Behandlung von Krankheiten brauchen. Doch wofür werden sie überhaupt verwendet? Der Unterrichtsbaustein möchte Fakten erläutern und zu einer sachlichen Diskussion beitragen. Lesen Sie hier weiter...


Leitfaden zur oralen Anwendung von Tierarzneimitteln überarbeitet

Der Leitfaden des BMEL für die orale Anwendung von Tierarzneimitteln im Nutztierbereich über das Futter oder das Wasser liegt in aktualisierter Fassung vor. In dem Leitfaden werden Hinweise zur Auswahl des geeigneten Arzneimittels, zur Dosierung, Abgabe und den bei der Verabreichung besonders zu beachtenden Punkten gegeben. Neu aufgenommen wurde die Erarbeitung eines betriebsindividuellen Risikomanagementplans, der als Muster dem Leitfaden beiliegt.

Der Leitfaden richtet sich an Tierärzte und Tierhalter und soll einen Beitrag zur korrekten und sorgsamen Anwendung leisten.

Sie finden den Leitfaden, Stand Mai 2014, hier als pdf-Download.

Anlage 1 zum Leitfaden als pdf zum Downloaden.

Anlage 1 zum Leitfaden als doc zum Downloaden.

Anlage 2 zum Leitfaden zum Downloaden.

Anlage 3 zum Leitfaden zum Downloaden.

 


Informationen zu Tierarzneimitteln für den Unterricht

Die Ausgabe des Magazins lebens.mittel.punkt bietet Anregung und Unterstützung für den Unterricht zum Thema: Tierarzneimittel - Für gesunde Tiere und sichere Lebensmittel. Sie finden das Heft mit dem Arbeitsmaterial hier zum Download.

Eine interactive Version zum Blättern bietet die i.m.a ebenfalls an. Interactive Version


Infografik "Der Weg zu neuen Tierarzneimitteln"

Bonn, den 24.11.2014

Grafische Darstellung der Phasen zur Entwicklung bis zur Vermarktung von Tierarzneimitteln zum Download.


Tierarzneimittelzulassung - Fragen aus der Praxis

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Tierarzneimitteln in der tierärztlichen Praxis werden immer wieder Fragen zu den einzelnen Produkten, beispielsweise zur Wirkungsweise oder Dosierung, aber auch produktübergreifende Fragen gestellt. Diese betreffen die Haltbarkeit, unterschiedliche Packungsgrößen, die Pharmakovigilanz oder die Frage, warum für einzelne Tierarten oder Indikationen keine spezifischen Tierarzneimittel verfügbar sind.

Die Antworten auf diese und zahlreiche weitere Fragen geben zwei Publikationen, die aktuell in der Zeitschrift Der Praktische Tierarzt erschienen sind und die wir hier mit freundlicher Genehmigung des Verlags veröffentlichen.

Finden Sie hier Teil 1 und Teil 2 zum Download. 

Quellenangaben:
Der Praktische Tierarzt: http://vetline.de/der-praktische-tierarzt/158/2810/ 
Sigge C (2016): Tierarzneimittelzulassung - Von der Idee zum Medikament. Prakt Tierarzt 97: 490-493
Sigge C (2016): Tierarzneimittel Post-Marketing - Was nach der Zulassung geschieht. Prakt Tierarzt 97: 578-579

Hoher Sicherheitsstandard

Kaum Funde in viehstarken Regionen – strenge Zulassungskriterien greifen

Der Einsatz von Tierarzneimitteln in der Veredlungsproduktion ist unerlässlich, um die Gesundheit der Tiere sicherzustellen und wirtschaftliche Verluste zu vermeiden. Über einen möglichen Eintrag der Stoffe in die Umwelt und ggf. auch das oberflächennahe Grundwasser wird immer wieder spekuliert. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass Wirkstoffe aus Tierarzneimitteln weitaus seltener dort zu finden sind als ursprünglich angenommen.

So wurden in einer Studie des Umweltbundesamtes und in Nachfolgestudien in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an 48 Standorten in viehdichten Regionen Proben untersucht. Die Standorte wurden entsprechend den ungünstigsten Rahmenbedingungen ausgewählt. Dies bedeutet, dass Regionen mit hohen Viehbesatzdichten, sowie entsprechend kritischen Böden (sandig, sorptionsschwach) und oberflächennahem Grundwasser in die Beprobung einbezogen wurden. In einigen Fällen wurden Sulfonamide in sehr niedrigen Konzentrationen nachgewiesen. Bei zwei Befunden in höherer Konzentration geht man nach weiterführenden Untersuchungen davon aus, dass diese aus humanmedizinischen Anwendungen stammen.

Auch für die in der Vergangenheit vereinzelt in den oberen Bodenschichten nachgewiesenen Tetrazykline wurden neue Daten vorgelegt. Eine Umverteilung von Rückständen in das Grundwasser wird aus Expertensicht als äußerst unwahrscheinlich angesehen, da die Wirkstoffe über die Zeit unter anderem zunehmend fester an die Bodenbestandteile gebunden werden.

Nicht unbedingt überraschend

„Die Ergebnisse überraschen nicht“, urteilt Dr. Christian Corsing, Vorsitzender der BfT-Arbeitsgruppe Umweltsicherheit. „Die nun vorgelegten Studien bestätigen Ergebnisse früherer Untersuchungen. Zudem werden neue Tierarzneimittel vor ihrer Zulassung nach den Kriterien Sicherheit, Wirksamkeit, Qualität und seit vielen Jahren auch auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft.“

Diese vier Kriterien sind zwingender Bestandteil des Zulassungsverfahrens. Je nach Indikation, Zieltierarten und voraussichtlicher Verabreichungsart durchläuft die Umweltsicherheitsprüfung mehrere Phasen, die wie ein Filtersystem unsichere Kandidaten eliminiert oder durch Risikomanagementmaßnahmen mögliche Einflüsse auf die Umwelt minimiert. Anders als bei Humanarzneimitteln kann eine negative Bewertung der Umweltverträglichkeit bei Tierarzneimitteln auch zur Versagung der Zulassung führen.

„Vor diesem Hintergrund ist ein umfassender Ansatz mit einer produktbezogenen Risikobewertung unter Berücksichtigung der Exposition und des Nutzens wichtig und keine rein substanzbezogene, „hazard“ orientierte Betrachtung,“ so Corsing.   

Den Beitrag finden Sie hier zum Download.

 


Umfangreiches Regelwerk

Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung – ein Faktencheck

Die Zunahme antimikrobieller Resistenzen stellt das Gesundheitswesen vor eine große Herausforderung. Die Tiergesundheitsindustrie sieht es als wichtige Aufgabe an, Verantwortung wahrzunehmen und zur Kontrolle der Resistenzentwicklung beizutragen, um Antibiotika als effektives therapeutisches Mittel bei Mensch und Tier zu erhalten.

Eine pauschale Reduktion der Antibiotikaeinsatzmenge ist nicht gleichzusetzen mit einer Vermeidung von Resistenzen. Dies könnte sogar das Gegenteil bewirken. Wesentlich ist es, Antibiotika zielgerichtet einzusetzen, um zur Resistenzvermeidung und zur Lebensmittelsicherheit beizutragen.

Lesen Sie mehr dazu in unserem aktuellen Newsletter Tiergesundheit im Blickpunkt Nr. 77.


Thema Arzneimittelsicherheit

Leitfaden „Gute Pharmakovigilanz-Praxis” in der Veterinärmedizin aufgelegt

Die IFAH Europe hat jetzt einen neuen Leitfaden für die europäische Tiergesundheitsindustrie herausgebracht, der für jeden, der im Bereich der veterinärmedizinischen Pharmakovigilanz tätig ist, ein nützlicher Ratgeber ist. Die deutsche Übersetzung liegt nun vor und steht an dieser Stelle als PDF Download (234KB) zur Verfügung.


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Weitere Informationen:
Bundesverband für Tiergesundheit e.V.
Dr. Sabine Schüller
E-Mail bft@bft-online.de