BfT Special Nr. 40 / Februar 2007
AfT-Herbstsymposium: Gesunde Schweine - sichere Lebensmittel
Züchtung, Haltung und Fütterung beeinflussen Gesundheitsstatus
Ein Vortrag des AfT-Herbstsymposiums 2006 beschäftigte sich mit der nach heutiger Kenntnis bereits realistischen Vision, dass Schweine durch optimale Haltung und genetische Selektion nahezu krankheitsfrei aufgezogen werden können. Erste Erfolge zeichnen sich bereits bei der Selektion auf eine gesteigerte Immunantwort sowie auf Resistenz gegen E.coli-Infektionen ab.
Praktische Beispiele für genetische Krankheitsresistenzen bei Nutztieren sind auch Kokzidienresistenzen beim Huhn, Trypanosomen- und Zeckenresistenzen bei Rindern sowie Resistenzen gegen Magen-Darm-Nematoden beim Schaf.
Die Vor- und Nachteile der Strohhaltung und die Ökoschweinehaltung waren ein weiteres Thema. Aus Untersuchungen ist bekannt, dass die Prävalenz von Lungenerkrankungen bei Bioschweinen deutlicher geringer ist als in der konventionellen Haltung, Parasitosen treten jedoch häufiger auf. Endoparasiten sind in nahezu allen Betrieben ebenso nachzuweisen wie Ektoparasiten. Askariden stellen vor allem in der Mast ein Problem dar.
Acker- und pflanzenbauliche Einflussfaktoren auf die Fusarien- und Mykotoxingehalte im Futter, Fütterung als Ursache von Leistungsminderung und Krankheit sowie Effekte bestimmter Fütterungsmaßnahmen zur Reduktion der Salmonellenprävalenz in Schweinebeständen wurden erläutert. Was es mit alternativen Leistungsförderern auf sich hat und wie sich die hygienische Beschaffenheit von Futtermitteln beurteilen lässt waren weitere Themen.
Zum Abschluss stellte der Hausherr, Professor Dr. Karl Heinritzi, Klinik für Schweine der LMU München, eindrucksvolle praktische Beispiele zu Mangelerkrankungen und Futtermittel bedingten Vergiftungen vor. Den ausführlichen Tagungsbericht finden Sie unter www.aft-online.net.