Tierarzneimittelmarkt 2011 in Deutschland

Abgeschwächtes Wachstum

Antiparasitika und Pharmazeutische Spezialitäten waren die Wachstumstreiber des Tierarzneimittelmarktes im Jahr 2011. Insgesamt schwächte sich das Marktwachstum im Vergleich zum Vorjahr allerdings weiter ab. Es betrug 3 Prozent.

Im Impfstoffsektor waren mit 1,4 Prozent Wachstum nur geringe Impulse zu erkennen. Lediglich Geflügel- und Pferdeimpfstoffe entwickelten sich mit jeweils über 8 Prozent gut. Die Stagnation des Antibiotikasegmentes setzte sich fort. Mit - 0,9 Prozent verlor diese Produktgruppe wiederum an Marktanteilen. Erstmalig waren auch Injektionsantibiotika betroffen. Die verhaltene Marktentwicklung der Antiinfektiva liegt einerseits in der durch die politische Diskussion begründeten Verunsicherung, anderseits ist auch eine erhebliche Marktsättigung durch eine Vielzahl von Generikaprodukten zu erkennen.

Wurm- und Flohmittel wachsen nach wie vor in allen Bereichen gut. Vor allem beim Hobbytier ist eine weiter zunehmende Behandlungshäufigkeit festzustellen. Hier sind bessere Aufklärung, hoher Infektionsdruck und dadurch bedingt regelmäßigere Behandlungen als Gründe zu nennen. Allerdings lässt im europäischen Vergleich die Behandlungsintensität in Deutschland noch zu wünschen übrig.

Mit mehr als 7 Prozent waren wiederum Pharmazeutische Spezialitäten das am stärksten wachsende Segment. Nach wie vor ist eine erkennbare Steigerung der Schmerzbehandlung zu verzeichnen.

Nutztier- und Hobbytierprodukte wuchsen im vergangenen Jahr in etwa im gleichen Umfang, so dass das Verhältnis der beiden Produktbereiche mit 51 zu 49 Prozent unverändert zum Vorjahr geschätzt wird.




Tierbestand in Deutschland 2010-2011