Tierarzneimittelmarkt 2013 in Deutschland
Wachstum bei Impfstoffen und im Spezialitäten-Segment
Der Tierarzneimittelmarkt in Deutschland stagnierte im Jahr 2013 mit leichter Aufwärtstendenz von 1,1 Prozent und belief sich auf 747 Millionen Euro.
Zum leichten Wachstum trugen vor allem Nutztierimpfstoffe und die pharmazeutischen Spezialitäten bei. So zeigten Geflügelimpfstoffe mit fünf bis sechs Prozent weiterhin gutes Wachstum. Auch Schweineimpfstoffe entwickelten sich weiter positiv. Sowohl bei Geflügel als auch im Schweinebereich werden seit längerer Zeit flächendeckende Impfungen durchgeführt, die Impfbereitschaft ist auf hohem Niveau noch gestiegen. Rinderimpfstoffe stagnierten – auch bedingt durch die Erfolge in der Bekämpfung der Blauzungenkrankheit und Fortschritte in der BHV-1 Sanierung. Während Impfungen von Nutztierhaltern in allen Bereichen als wichtiges Instrument der Vorbeuge genutzt werden, ist die Situation bei Hund und Katze weiter unbefriedigend. Insgesamt verzeichnete das Impfstoffsegment ein Wachstum von 4,2 Prozent.
Auch bei den pharmazeutischen Spezialitäten setzte sich mit einem Zuwachs von 5,6 Prozent die positive Entwicklung der Vorjahre fort. Hierzu trugen maßgeblich innovative Produkte für neue Krankheitsbilder bei Hunden und Katzen, wie Epilepsie, Stoffwechselerkrankungen und Erkrankungen im Bereich innere Medizin, z. B. Nierenerkrankungen, bei.
Das Antibiotikasegment war im vergangenen Jahr weiter rückläufig. Betroffen waren alle Verabreichungsformen. Das Gesamtsegment verzeichnete einen Rückgang um 4,9 Prozent. Antiparasitika mussten im vergangenen Jahr ebenfalls deutliche Einbußen hinnehmen. Vor allem bei Floh- und Zeckenmitteln kam es zu witterungsbedingten Einbrüchen. Auch Endo- und Endektoparasitika blieben unter dem Vorjahresergebnis. Wie bereits in 2012 entfiel jeweils etwa die Hälfte des Gesamtmarktes auf Hobbytierprodukte und Produkte für Nutztiere.