Tollwutfreie Welt?

Ein Meilenstein in der Tollwut-Bekämpfung ist denkbar

Tollwut ist eine durch Lyssaviren verursachte akute Infektionskrankheit, die in der Regel tödlich verläuft und an der nahezu alle Säugetiere – einschließlich des Menschen – erkranken können.

Viele Hundebesitzer schützen daher ihren Hund und damit auch andere gewissenhaft durch regelmäßige Impfung. Strenge Regeln gelten in der Europäischen Union für das Reisen mit dem Tier. Das ist gut, denn die Weltgesundheitsorganisation WHO hat zwar jetzt erklärt, dass die von Hunden ausgehende Tollwuterkrankung bis zum Jahr 2030 weltweit ausgemerzt werden könnte.

Voraussetzung hierfür ist aber ein striktes Impfregime. Wenn 70 Prozent der Hunde, auch in Regionen der Welt, wo noch viele Hunde und Menschen sich mit der tödlichen Krankheit infizieren, geimpft würden, wäre eine Ausrottung denkbar. Dass es geht, zeigen Pocken und Rinderpest. Nach wie vor spielen Tierarzneimittel sowie die Entwicklung und Anwendung von Impfstoffen eine wachsende Rolle bei der weltweiten Seuchenkontrolle.