Tierarzneimittel in der Umwelt

Für jedes Tierarzneimittel, das auf dem Markt gebracht werden soll, werden im Rahmen des Zulassungsverfahrens die Qualität, die Wirksamkeit und die Sicherheit geprüft. Dies schließt ein, dass das Tierarzneimittel für die Zieltierart, den Anwender sowie die Umwelt sicher ist. Dennoch können mögliche Einträge in die Umwelt nicht vollständig vermieden werden. Wirkstoffe des Tierarzneimittels oder dessen Abbauprodukte können mit dem Kot und Urin ausgeschieden werden. Auch eine unsachgemäße Entsorgung von Behältnissen und Arzneimittelresten kann zu einem Umwelteintrag führen.

Je nach Indikation, Zieltierarten und voraussichtlicher Verabreichungsart durchläuft die Umweltsicherheitsprüfung mehrere Phasen, die wie ein Filtersystem unsichere Kandidaten eliminiert oder durch Risikomanagementmaßnahmen mögliche Einflüsse auf die Umwelt minimiert. Eine negative Bewertung der Umweltverträglichkeit eines Tierarzneimittels kann auch dazu führen, dass das Produkt nicht für den Markt zugelassen wird.

Bei Tierarzneimitteln für Nutztiere wird heute ein zweistufiges Verfahren angewandt. Die Grafik stellt dies genauer vor.

Tierhalter selbst können aktiv dazu beitragen, Einträge in die Umwelt möglichst gering zu halten, indem sie folgenden Punkte beachten Weiterlesen