• „Ohne Tierarzneimittel kein Tier- und Verbraucherschutz“,

    so Dr. Sabine Schüller, Geschäftsführerin des Bundesverbandes für Tiergesundheit e.V. 

04.08.2010

Fast wie ein Lächeln

Gesunde weiße Zähne signalisieren Sauberkeit, auch bei Hund und Katze. Gepflegte Zähne sind zudem ein Zeichen für Gesundheit und gute Ernährung. Ein "blitzblankes" Gebiss - das wirkt auf viele Tierhalter fast wie ein Lächeln.

Der hat es selbst in der Hand, über eine tiergerechte Zahnpflege die positive Ausstrahlung seines vierbeinigen Lieblings zu erhalten. Wie wichtig eine frühzeitige Zahnpflege ist, zeigen Ergebnisse von Untersuchungen. Fast 85 Prozent der Hunde und Katzen leiden demnach bereits ab dem vierten Lebensjahr an Zahnbelag und Zahnstein.

Mit der Zahnpflege beginnt man am besten im Welpenalter. Das Tier gewöhnt sich schnell an regelmäßige Berührungen am Kopf und am Maul, später können auch die Zähne behutsam einbezogen werden. Mit auf den Finger oder auf eine Fingerzahnbürste aufgetragener Zahnpasta kann zunächst ein, später mehrere Zähne geputzt werden. Nur etwa 30 Sekunden tägliches Zähneputzen bringen einen enormen Nutzen für die Zahngesundheit. Bei älteren Tieren, die das Zähneputzen nicht gewöhnt sind, sollte man den natürlichen Kautrieb für die tägliche Zahnpflege ausnutzen. Spezielle Kaustreifen oder Kauröllchen helfen, bakterielle Zahnbeläge auf mechanischem Wege zu reduzieren.

Mindestens einmal jährlich sollte das Tier auch zum Zahncheck beim Tierarzt vorgestellt werden. Im Rahmen der regelmäßigen Schutzimpfung können die Zähne gleich mit kontrolliert werden. Eine artgerechte, zuckerarme Fütterung sollte ebenfalls selbstverständlich sein.

Bei mangelnder Hygiene dagegen können sich im Maul massenhaft Keime vermehren und es bilden sich Zahnbeläge. Im Laufe der Zeit wird daraus knochenharter Zahnstein. Die Folgen sind Mundgeruch, Kauschwierigkeiten oder Zahnfleischentzündungen bis hin zum Zahnverlust. Zusätzlich droht die Verschleppung von Bakterien aus dem Zahnbelag über das Blutsystem in den Körper. Herz, Leber, Nieren und Gelenke sind dann gefährdet. Bei schweren bakteriellen Entzündungen kann daher eine antibiotische Behandlung erforderlich werden.

 

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