Atopische Dermatitis

Die Atopische Dermatitis (AD) ist die häufigste chronische Hauterkrankung des Hundes. Sie beruht auf allergischen Reaktionen gegenüber Umweltsubstanzen wie Pollen, Schimmelpilzen oder Hausstaubmilben. Vor allem die gestörte Hautbarriere von Hunden mit AD trägt dazu bei, dass Allergene einfacher eindringen können. Besonders gefährdet sind Bereiche mit dünner Haut und spärlicher Behaarung sowie Stellen mit intensivem Allergenkontakt. Das erklärt das typische Verteilungsmuster der Symptome bei der AD. Das häufigste Symptom der AD ist wie bei den meisten anderen Allergien auch ein starker Juckreiz. Betroffen sind meist das Gesicht, die Ohren, die Gliedmaßen und Pfoten, die Achselbereiche sowie die Schwanzunterseite. An diesen Stellen folgen häufig Sekundärinfektionen, hervorgerufen durch Bakterien oder Pilze. Es können sich hochakute kreisrunde oberflächlich eitrige Entzündungsherde, die auch "hot spots" genannt werden, bilden. 

Beim Hund wird das Erkrankungsrisiko durch eine genetisch bedingte Neigung zu allergischen Reaktionen verstärkt. Das erklärt, warum bestimmte Hunderassen häufiger an der Atopie erkranken als andere. Besonders betroffen sind beispielsweise verschiedene Terrierarten, Golden und Labrador Retriever, Bulldoggen, English und Irish Setter und Deutscher Schäferhund. 

Darüber hinaus gibt es eine deutliche Altersprädisposition für die AD. Obwohl sie prinzipiell in jedem Alter beginnen kann, zeigen etwa 70 Prozent der betroffenen Hunde bereits mit 1 bis 3 Jahren erste klinische Symptome. 

Zuletzt aktualisiert: 24.03.2026


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Martin Lohmann
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