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    Foto: BfT/Ingrid Pakats/Shutterstock
11.08.2021

Kontrolle der antimikrobiellen Resistenz europaweit einheitlich und basierend auf wissenschaftlicher Expertise für die Tiermedizin weiterverfolgen

 

STATEMENT

Anlass ist eine Entschließung des Umweltausschusses über eine Resolution gegen einen Kommissionsrechtsakt zur Anwendung von Antibiotika bei Tieren. Die Resolution wird Mitte September im Europäischen Parlament abgestimmt.

„Die Antibiotika, die nach dem im Umweltausschuss des Europaparlamentes beschlossenen Antrags für die Behandlung des Menschen vorbehalten werden sollen, dürften damit nicht mehr bei Tieren angewendet werden und zwar bei allen Spezies – also Nutz- und Haustieren. Die bestehenden Tierarzneimittelzulassungen gingen verloren. Die zusätzlich geforderte Ausnahme zur Einzeltierbehandlung ist im aktuellen Recht nicht möglich,“ sagt Frau Dr. Sabine Schüller, Geschäftsführerin des Bundesverbandes für Tiergesundheit e. V. (BfT).

„Der dem Europaparlament zur Bewertung vorgelegte Nachfolgerechtsakt dagegen basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und einem von der Europäischen Arzneimittelagentur untermauerten Konzept“, so Dr. Schüller weiter. „Mit den vorgesehenen Kriterien strebt er ein angemessenes Gleichgewicht zum Schutz der Gesundheit von Menschen und Tieren an. Jedes Verbot zugelassener Antibiotika für Tiere ohne wissenschaftliche Argumente gefährdet die öffentliche Gesundheit und das Tierwohl.“

„Die Kontrolle der Resistenzentwicklung ist eine große Herausforderung. Um Antibiotika als effektives therapeutisches Mittel für Mensch und Tier zu erhalten, sind gemeinsame Anstrengungen notwendig,“ so Schüller. „Ein ganzes Paket von Maßnahmen führt in der Tiermedizin inzwischen zu einer kontrollierten Anwendung von Antibiotika. Die Maßnahmen reichen von der Erfassung der in der Veterinärmedizin verbrauchten Antibiotikamengen über Einschränkungen und Leitlinien zur Abgabe und Anwendung bis hin zum Resistenzmonitoring und der Erfassung von Resistenzdaten bei der Zulassung von Tierarzneimitteln.“

"Diese Anstrengungen zum verantwortungsvollen Umgang in Kombination mit Krankheitsvorbeuge, auch durch Impfung, haben in den letzten zehn Jahren europäisch zu einem Rückgang der Abgabe von Antibiotika für Tiere um über 34 % und in Deutschland von 60,7% geführt,“1 vertieft Dr. Schüller.

Hinweise für die Redaktion

Eine Grafik fasst die wichtigsten Aspekte zusammen. Weitere Informationen unter: https://www.bft-online.de/publikationen/infografiken  sowie unter https://www.bft-online.de/themen/krankheiten-vorbeugen/antibiotika

1 Quellen: ESVAC-Bericht und BVL-Publikation (2020)

Der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) vertritt die führenden Hersteller von Tierarzneimitteln (Pharmazeutika und Biologika), Diagnostika und Futterzusatzstoffen in Deutschland. Die Mitgliedsunternehmen sind in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung dieser Produkte aktiv und repräsentieren mehr als 95 % des deutschen Marktes. Der BfT ist korporatives Mitglied im Verband der Chemischen Industrie (VCI), bei HealthforAnimals, dem weltweiten Zusammenschluss der Tiergesundheitsindustrie und beim europäischen Verband der Tiergesundheitsindustrie (AnimalhealthEurope).

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Weitere Informationen erteilt der Bundesverband für Tiergesundheit
Dr. Sabine Schüller
Tel. 0228 / 31 82 96, E-Mail bft@bft-online.de, www.bft-online.de
 



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Weitere Informationen:
Bundesverband für Tiergesundheit e.V.
Dr. Sabine Schüller
E-Mail bft@bft-online.de

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